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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Anmerkung«!.

239) S. 371.Slav. C.-Bl." Ätr. 72 Neun 13. März S. 287 f.: DiearmeSchuljugend hatte man i» die Bänke gestopft, damit sie Antheil nähmen an der großenAussaat für die Zukunft; vielleicht wird diese Jugend dereinst eine andere Con-stitutions-Feier erleben." Der Artikel, der mit den Worten beginnt: ,,Wir sind seiteiner Woche constitutionelle Staatsbürger", zieht einen Vergleich zwischen dem 11. März1848 und dem 4. Marz 1849 :Es war am 11. März 1848 als ein Theil der Prager-Bürgerschaft hinging, zwischen den mit geladenen Gewehren erfüllten Casernenhöfe»,nach dem St. Wenzels-Bad, um an die Dynastie, der Böhmens Volk seit vollen zweiJahrhunderten die reinsten und tiefsten KnechteSdicnste geleistet, die Bitte zu richten:Dürfen mir ein freies Volk sein?" ... Es erfolgte der constitnircnde Reichstag, derrasch" ?! an seine Arbeit ging den neuen Bau zu vollenden.Von Tag zuTag wuchsen die Mauern empor, ein fester Grund aus Quadersteinen stieg auf, dieschlanken Säulen wuchsen in die Höhe und die ersten Bogenfenster zeigten sich durchwelche das Licht der Freiheit einfallen sollte . . . Und schon versammelt sich das Volkum in den geräumigen Hallen zu wandeln und jedes sein Plätzchen zu suchen, als einneuer März kam, nicht der alte, ja veraltete März: als man nnerwartet das VolkhinanStrieb mit Söldnerfanst aus dem heiligen Tempel und es in die Ruine cincraltc» Zwingburg jagte, deren Zugbrücken man »iedergcsenkt, aber nicht um den liebenTag der Freiheit hincinznlasscn, nicht um dem Volke den Zugang zu eröffnen."

240) S. 372. Prager Abendblatt Nr. 73 vom 14. März S. 347:ManchcrSpießbürgcr, mancher Schwarzseher, so mancher Dennnciant wird jetzt freier athmcndaß cs mit der .fortgesetzten Svornost', wie sie die Llpa nannten, ein Ende habe.Blau hat vergessen was sie in den Tagen ihres Bestandes gewirkt, was sie für dieVolksaufklärung gethan ; man hat vergessen daß sie es vorzugsweise war welche die Slo-vakcn und Kroaten gegen die Kossuth'sche Partei, gegen den Uebermuth der Magyarenunterstützte" rc. . . . Dasselbe Blatt brachte einen Leit-Artikel aus der Feder des ver-antwortlichen Redacteurs Guido Polz:Interpellation an die Herzen der Gewaltigen",der mit denWorten schloß:GebtAmnestie, und heiligtso den März, dcnMärz der Völker !"

241) S. 373. Freund Ricger hat mir auf meine briefliche Anfrage mitgctheilt:Ich hatte damals das erste Stockwerk eines kleinen Hanfes inne, das am Kohlmarktliegt und mit noch einem zweiten Hause zurücksteht, während alle andern Häuser dieserSeite in eine Flucht vorgerückt sind und eine gemeinsame Fayadc haben. Das Hansist so ziemlich vis-n-vis von den ,fiinf Kronen' (wo Scnncfeldcr geboren wurde), ge-hörte damals einem Franzosen Driancourt, gewesenen Koch des Fürsten Rohan, undbefand sich im Erdgcschoßc desselben eine Porcellain-Handlung der Familie StraLiripka(wenn ich nicht irre, Angehörige des Malers Canon)."

242) S. 374. Prager Abendblatt Nr. 73 vom 14. S. 346 f. von M. T . . .(Marens Teller?) undSlnv. C.-Bl." Nr. 74 vom 15. S. 294:Der ersteSchmerz ist nun ausgeweint. Prag hat durch sein Verhalte» am gestrigen (13.) undmehr noch durch das am heutigen (14.) Tage bewiese», daß cs von liberalen Formelnund von Zusicherung freundlicher Gesinnung sich nicht täuschen läßt."

243) S. 376. Briefliche Mittheilnng Rieger's. Unter den Unterschriften scheinensich auch einige zu befinden deren Anfzeichner bei der Abfassung und Unnahme inKremsier nicht anwesend waren, die aber nachträglich ihre Zustimmung gaben. Letzteresmochte bei Palack/ der Fall gewesen sei», obwohl mir Rieger schreibt es sei ihmnicht erinnerlich daß Palack/ zu der Zeit nicht in Kremsier gewesen wäre; ich glaubevielmehr daß er da war". Meine gegcntheilige Ansicht gründet sich auf die Angabeeiniger Blätter die ihn als vor dem 7. von Kremsier abgereist nennen. Anderseits