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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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496
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Anmerkungen.

4'.)6

146) S. 102. So wurde der Auftritt allgemein erzählt. Szemcre S. 47: „Görgei'SUrtheil war richtig und gerecht, und DembinSki durfte es nur vollziehen lassen. Ein Feld-herr der seinen Untergeordneten nicht zu befehlen weiß besitzt die wesentlichsten Feldhcrrn-Eigenschaften nicht." Küszonyi II S. 185: „Görgci durfte so frech antworten, weil erden knechtische» und doch meuterischen und allem Civilc, am meisten aber Kossuth feind-liche» Geist der ungarischen Armee, den er selbst so geschaffen hatte, kannte; ebenso auchdie Rathlosigkeit Feigheit und Perfidic einiger seiner Anhänger und Anbeter unter denLeuten des Debrecziner Reichstags die Kossuth, dem keiner von ihnen gleichkam, stürzenwollten." — Bezüglich der Absenkung der- Befehle an Kmeth und Guhou in der Nachtvom 26. z»m 27. habe ich mich im Text an Görgei'S eigene Darstellung I S. 281gehalten, wo auch erwähnt wird Bayer habe sich erboten den Ritt nach Mezö-Kövesd z»machen. Bei Danzer I S. 177 f. heißt es aber, Bayer sei es gewesen der nach Erlaugeritten, welchen: dann vorgeworfen wird er habe dort sich anfgehalten und im erzbischöf-lichen Palaste gütlich gethan, daher die Befehle an Gnyon und Kmety erst so spät gelangtseien. Bon anderer Seite wird behauptet der Ordonnanz-Officier der von Erlau nachAdrüny geritten habe in der Nacht den Weg verfehlt, und dies sei Ursache gewesen warumKmety den Befehl zum Aufbruch so spät erhalten. Dagegen beschuldigen SzemereS. 40 und KüSzonyi II S. 183 Görgei absichtlichen Säumnisscs, und dies war eine imLager vielverbreitcte Meinung. „Wenn Görgei," sagt jener, „seine Pflicht pünktlich erfülltemußten wir die Schlacht gewinnen." Letzterer behauptet sogar Görgci habe den von Dcm-biüski an Gntskm abgeschickten Courier „zwölf Stunden" bei sich anfgehalten (?!); „eswar ein todesmürdigeS, ans Neid Eifersucht und Böswilligkeit begaugenes Verbrechen".

147) S. 194. Eine hübsche Lagcrscene zwischen „Vater Schlik" und seinen Truppe»bei KoeN'ka S. 240.

148) S. 194. Im H.-Q. de« Fcldmarschalls wollte man bemerke» Schlik habeüberhaupt „keine rechte Lust zu eiligem Nachrückcn" gezeigt. Er habe sich, meinte man,durch seine monatlangc Stellung als selbständiger Corps-Commandant zu sehr der Auf-gabe entwöhnt als Theil eines größeren Ganzen mitzuwirke». „Von der Natur mit allenGaben auSgestattct die den verwegenen Freizügler bedingen, und geschaffen an der Spitzeeines kleineren Corps nach eigenem Gefallen und Gutdünken zu handeln und zu glänzen,liebte er die Unabhängigkeit viel zu sehr um sich in die bindenden Formen großer Ope-rationen zu finden." LI. K. Heller.

149) S. 196. Der Zwischenfall mit dem Prinzen von Holstein ist verschieden er-zählt und mitnnter romantisch ausgeschmückt worden. Die nüchternste dieser Geschichtenist: er sei von den Kürassieren schwer verwundet, von einem Nicolaus-Husaren, bei denener sehr beliebt gewesen, erkannt worden, der über ihn seinen weiten Mantel geworfen,ihn selbst ans sein Pferd genommen und z» den Kaiserlichen gebracht habe, bei denen er,als ihm der Prinz anbot ihn Zeit seines Lebens in seinen Diensten behalten zu wollen,sofort geblieben sei . . .

150) S. 108. Vgl. Danzer I S. 207—211 mit Görgei I S. 256 f. der überden letzter» Vorfall allerdings sehr wortkarg ist.

151) S. 199. Nobili S. 323. — Es ist daher übertrieben wenn es bei KoöiLkaS. 252 heißt, man habe „einen ordentliche» Munitions-Nachschub", den der Feldmarschallangcordnet hatte, völlig vergessen, so „daß erst bei den Eingaben der Trnppenkörper einOfsicier schleunig als Courier nach Pest entsendet wurde um den fehlenden Bedarf vondort allsoglcich nachsühren zu lassen".

152) S. 200. Kritik dieser Operation bei Görgei I S. 258—263.