Anmerkungen.
489
von Oesterreich auszunehincn. Und so weiter! . . . S. de» scharfen Artikel in der „Presse"Nr. 54 vom 4. März: „Die neuesten Vorschläge ans Frankfurt" mit dem sarkastischenSchlüße: „Außer diesen im allgemeinen angedcntctcn Beschränkungen ist Oesterreich imübrigen vollkommen selbständig und souverain". — Einen vollständigen Abdruck des groß-deutschen Elaborates: „Vorläufige VerbesscrungSvorschläge zu dem in erster Lesung an-genommenen Entwurf der deutschen Reichs-Verfassung" bringt Jürgens III.S.628—638.
105) S. 108. Freih. v. Handel Stuttgart 21. Februar: „Der Kaiser von Ruß-land hat neuerdings eine» Weg gefunden um den König Wilhelm zum engsten Anschlußan Oesterreich aufzufordcrn, seine wahre Freundschaft für Se. Majestät den Kaiser, seineBewunderung für die k. k. Armee und seine volle Zustimmung zu der Politik des Ol-iniizer Cabincts zur Kenntnis des hiesigen Hofes zu bringen."
106) S. 110. Siche im„Llohd" Nr. 125 vom 14.März Abcnd-Ausg. zwei FrankfurterCorrespondenzcn vom 10., die eine mit der Chiffre I>. 6., die andere 4 8 4. — lieberdie Ansammlnng deutscher aus Frankreich hcrüberkomineudcr Flüchtlinge in Solothurnberichtete Handel aus Stuttgart 5. März dir. 2l, dieselben gäben vor ihre Dienste deritalienischen Regierung zu widmen: „Es ist aber der hiesigen Regierung bekannt daßdiese Flüchtlinge nicht allein im Badischen und Hohenzollcrischcn Verbindungen haben,sondern daß sie auch mit den in den württembcrger Oberämtcrn Friedrichshafcn Tettnangund Ravensburg befindlichen Anhängern der Republik in thätigem Einverständnisse stehen.Es kann daher allerdings geschehen daß die revolutionäre Partei cS versuchen möchte denAugenblick zn einer Schildcrhcbung in den genannten Bezirken zu wählen, während dieköniglichen Truppen ihre Aufmerksamkeit auf Baden und das Rhein-Thal richten mäßen."Am selben Tage berichtete Schmerling Nr. 83 aus Frankfurt: die französische Regierunghabe dem Reichs-Ministerium mitgcthcilt daß unter den in den östlichen Städten weilen-den Flüchtlingen große Bewegung herrsche, Rüstungen wahrzunchmen seien; sic habe des-halb ihre Behörden im Elsaß angewiesen Gränzvcrlctzungeu zu verhindern.
107) S. 113. Bcust sprach zu Anfang März gegen unfern Gesandten den Wunschaus, „daß cs der kaiserlichen Regierung möglich sein möchte, auch ihrerseits Truppen andie Gränze rücken zu lassen um auf Anrufen wenigstens die nächsten au Böhmen stoßen-den Landcstheile zu besetzen". Es sollte das zugleich ei» Gegengewicht gegen die Preußensein, von denen man in Dresden fürchtete daß, wenn sie ciuinal im Laude wären, sic„über den Zweck und die Zeit hinaus" da bleiben möchten; Kncsstei» Skr. 33 vom 6. März.
108) S. 117. Jürgens III S. 140—142. Wcsscubcrg au Jsfordiuk am 12. Mürz(I S. 20): „Dieses machte in Frankfurt um so mehr Aufsehen als viele glaubtenSchmerling sei zu diesen Conccssioncn nicht ermächtigt."
109) S. 120. Vergl. Görgci's Darstellung I S. 206—210 mit Danzer IS. 120—122. Da Görgci namentlich Kmeth und dessen Division als jene bezeichnet dieihn „ihres unbedingten Gehorsams" selbst für den Fall versichern lassen daß er es fürnothwendig fände „sic gegen Debrcezin zu führen", so widerspricht Kmeth Görgei'SLeben und Wirken S. 8 dieser Behauptung auf das entschiedenste und gebraucht dabeisogar den Ausdruck: „Görgci lügt unverschämt wenn er so etwas in die Welt schreibt."Die von Älapka I S. 235 f. Ainu, angeführten zwei Schreiben Dembwski's an Görgciund dieses an jenen fallen in die Zeit unmittelbar vor den oben geschilderten Vor-gängen.
110) S. 121. Das Verdienst dieses letztere Manoenvre in Anregung gebracht zuhaben, und zwar hinter dein Rücken des Obcrfcldhcrrn, will Küszonhi, der seit 7. oder8. Februar als Regierungs-Coinmissar in Erlau suugirte, sich selbst zugeschriebcn wissen.Er habe „bereits am 17. Februar" durch den Notar Türy von Rükas Meldung „von der