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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Anmerkungen.

wohlmeinenden Absichten zn würdigen wisse.Ich buhle keineswegs um den Beifall derMenge wer könnte jedem so wie er eben denkt recht thnn! Aber cs ist mein ernst-liches Bestreben, selbst in einem Zustande den ich nicht hcrvorgcrufen und der oft genugzn Gewaltmaßregeln nöthigt, die Achtung aller Redlichen zu gewinnen." Bei der Aus-führung des Programms vom 21. Februar waltete bürgerlicherscits die Nebenabsicht, mitden zu wählenden Vertrauensmännern, deren Zahl in der Stadt und den Vorstädten ansnahezu 800 stieg, zugleich die Cadrcs für die zn rcorganisirende Nationalgarde zu ge-winnen. Die Obmänner der einzelnen Bezirke konnten nöthigenfalls den Beistand derSicherheitswache anrufen; sic hatten das Recht zu jeder Stunde unmittelbar an den Gou-verneur Berichte gelangen zn lassen rc.

16) S. 16.Presse" Nr. 59 v. 10. MärzGespensterfurcht":Ein Gespenst wan-delt am Helle» Tage in den Straßen von Wien umher. Vermöge eines sonderbarenCausalnexns glaubt ein großer Theil der Bewohner Wiens daß sich am 13. 14. und15. März dasselbe oder ähnliches wiederholen mäße was an jenen denkwürdigen Tagendes verflossenen Jahres stattgefunden. Einige radicale Bramarbasse mögen trotz des Be-lagcrnngsstandeS das ihrige dazu beitragen eine solche Furcht zu erwecken und zn nähren.Gespenster muß man aber nur laut anrufen, dann verschwinden sie" rc.

17) S. 17.Wr. Boten" I. S. 251. lieber Wilhelm Gottlieb Schmidt, der nebenseinem Praktischen Berufe den Pegasus ritt, oder richtiger: in der erbärmlichsten Weisemishandcltc, und der in den Schriftstellerkreisen Wiens, wie mir L. A. Frankl mittheilte,stetsals verrückt" gegolten s. meinenWiener Parnaß im Jahre 1848" (WienManz 1882) S. I.XVII f. I-XXXVII s.

18) S. 18.Lenchtthurm" 1849 Nr. 11 Wien 10. März S. 168, 170. An dererster» Stelle bekommt auch der Held von Custozza seinen Theil:Radeck)-, der greiseWürger in Italien, erhielt das Bürgerrecht-Diplom der Stadt Wien, das von Zedlitzenswürdigem Sängergeuossen Grillparzer in spcichclleckerischem Tone abgefaßt wurde." DasInstitut der Vertrauensmänner nennt Etiennc S. 167 f.eine Art Polizei ans derwohl organisirtcn Spießbürger-Elite seines Bezirkes, ein organisirtes Denuncianten-Corps" rc.

19) S. 18. Dieser Beschwerde gab u. a. um den 20. Februar Schmidt in seinerCandidaten-Rede für den Wahlbezirk Erdberg-Laudstraße Ausdruck, wo auch Egger, Me-gerlc v. Mühlfcld, Max Wurzbach, Or. Prochazka u. a. anftraten; der Ausfall der Wahlwar übrigens in vorhinein eine abgemachte Sache, nämlich für Mühlfeld. Gleichwohlfand Schmidl'S Rede vielen Anklang, besonders bei den Industriellen die er auf dieNothwcndigkeit neue Handelswege nach dom Orient zn erschließen aufmerksam machte, inwelcher Hinsicht er von Nutzen zn sein glaube, da er im Aufträge desLloyd" die Donaubis zur Mündung, Kleinasien, Griechenland und die Türkei bereist und also als Augen-zeuge gründliche Erkundigungen cingezogen habe... Ob diese letztere Angabe auf denbekanntenHühlen-Schmidl" oder auf den verdienten Techniker Adam Eduard Schmidt,oder ans einen dritten dieses Namens Passe, bin ich leider außer Stande zu entscheiden.

20) S. 18.Ost-Dcntsche Post" vom 10. Februar 1849, ohne Zweifel Kuranda'sGeschoß, wenn er auch, wie früher im Texte erwähnt, seit der Versündigung vom 11. Ja-nuar seinen Namen auf dem Blatte und in dem Blatte nicht mehr erscheinen lassendurfte.

21) S. 21. Der Artikel derPrager Zeitung" findet sich abgedruckt imLloyd"1849 Nr. 4547 26./27. Januar vgl. mit Nr. 51 Abendblatt vom 30. Januar:Wirhaben mit großer Freude gehört, wie leitende Mitglieder des Slaven-Congresses zu Pragmit Entrüstung jede Gemeinschaft mit Baknnin, jeden Verdacht, als theilten sie dessen