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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Aninerkiingen.

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die diessälligen Anträge sollte» dem Kaisermit möglichster Beschleunigung" vorgelegtwerden. Der Gemcinderath beschloß in seiner Sitzung vom 23. eine aus den» Präsidentennnd den Gcmeinderäthen Koch und Maurer bestehende Dankes-Deputatio» an Se. Ma-jestät, sowie die Niedcrsetzung einer Commission aus neun Mitgliedern Zelinka GräffKhnu Kluger Leykum Jacks Maurer Berkowitsch Lcchnerzur unverzüglichen Berathnngder verlangten Anträge". Unter den von Privaten zu Gunsten der Ucberschwemmtcn ein-laufenden Beträge»» wurde einer des Fürsten Dietrichstein von 2000 fl. durch ein beson-deres Dankschreibe» des Geineinderathes erwiedert.

4) S. 7. Sitzung von» 31. Januar 1849. Der Wiener Genieinderath hatte zwarschon am 29. December 1848 auf Karl Bcrnbrnnn's Antrag die Anwendung des un-glückseligen Beschlußes vom 11. Oktober, betreffend die Versorgung der in» Dienste derGemeinde erwerbsunfähig gewordenen und mittcllosen Personen, auf jene beschränkt diein der Zeit von» 11. bis zum 28. als den» Tage der Capitulation verunglückt wären,und am 5. Januar 1849 rundweg verlautbart daß die Bestimmungen jenes Beschlußesfür künftige Fälle" keine Anwendung fänden. Allein die Behelligungen in dieser Rich-tung hörten darum nicht auf. Hier verlangt der Seidenzeugmacher-Geselle Karl ZirinVergütung der Kosten für einen künstlichen Arm den er sich anfertigcn lassen; da »neidetsich Margaretha Nißl, deren Mann als Hauptmaini der Linzer Nationalgardc gefallen,mit dein Anspruch auf eine Pension; dort fleht die SchneidcrSwitwe Katharina Postelka,deren Sohl» Heinrich, ihre einzige Stütze, zum Kampfe gezwungen und darin getödtet»vorbei», um eine Unterstützung rc. Wenn auch die meisten dieser Gesuche abgewicsenwurden, hin und wieder, »nie in dem letzterwähnte» Falle, fanden sich die Väter derStadt doch veranlaßt Gnade für Recht ergehen zu lassen. Aehnlich verhielt sich der Ge-»neinderath gegen Entschädigungsansprüche anderer Art die sich ins endlose steigern wollte».Da kamen alle die unter den verschiedenste» Titel»» für den Aufstand hatte»» Opfer bringe»»nüßen: Leop. Schadlbauer's selig. Witwe und Sohn 25 fl 39 kr. für von» Studcnten-Conüto requirirtc Artikel zur Erzeugung von Zündern; Jos. Lieber»»»»»»» 745 fl. für zun»Barricaden-Bau in der Lcopoldstadt gelieferte Krampen und Schaufel»; Kaufmann Schulzauf der Wieden für an das Nationalgardc-Obcrcommando und sei»» Grundgericht aus-gefolgte 162 Pfund Schrott und Blei; Großsuhrman» Karl Muck für Fuhren; Schlosser-»neistcr Anton Bcrnt für Arbeiten in der Salzgries-Caserne die sie im Aufträge desCommandanten der Mobilgarde hatte»» leisten müße» u. dgl. in. Es waren aber nichtblos Private die sich in solcher Weise meldeten: die k. k. nicd.-östcrr. Can»eral-Gcfälle»-Ver-waltung erschien mit einer Rechnung von 19 fl. 39 kr. die ihre Leute a» der Nußdorfer-Linie für Zwecke der National- und Mobilgardc bestritten hatten; die Gemeinde Gumpcn-dorf mit einer von 852 fl. als der Auslagen für Abtragung der Barricadc» nnd Her-stellung des Trottoirs; die Nordbahn-Direction mit zwei Rechnungen zu 385 fl. und 400 fl.für Separattrains städtischer Deputationen nach Olniüz, die eine des Gcmeindcrathcs, dieandere der Nationalgarde, dann mit einer dritten betreffend die Transportkosten derBrünner Nationalgardc nach und von Wie» rc. Von diese» drei Posten anerkannte derGeineinderath nur die erstere; die zweite wnrde für nicht-liquid erklärt, die letzte so wieähnliche Forderungen die sich ans den Zuzug der Brünner und Linzer Nationalgarde be-zogen, ebenso eine Rechnung des Gastwirthcs Franz Novakvom weiße» Roß" in derLcopoldstadt für Einquartierung Brünner Nationalgarden seichte der Gemcinderath dadurchvon sich abzuwälzen, daß nicht er, sondern die Reichstags-Permanenz diese Zuzüge veranlaßthabe. Eine bedeutende Forderung stellte die Gesellschaft der Musikfreunde mit 848 fl. 4 kr.für Wiederherstellung ihrer Saal-Räumlichkeiten die durch die nlehrmonatlichen Sitzungendes Sicherhcitsansschußcs allerdings arg gelitten hatten; seitens des Geineinderathes be-

Helsert, Geschichte Oesterreichs. IV. L. 30