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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Beabsichtigte Feier des 13. März.

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Kräfte zu messen und der Welt zu zeigen daß mau noch existire. DieKirchenverwaltung selbst scheint arglos in die Falle gerathen zu sein;denn es war einige Tage vorher im Kirchenmeisteramt eine unbekannteFrau erschienen und hatte einen Betrag von 116 fl. erlegt, um füreinen Kaufmann Julius Wünsche ein feierliches Requiem am 13. Märzabhalteu zu lassen. Derselbe war bereits vor einigen Jahren gestorben,und als man die Bittstellerin fragte warum sie gerade den 13. Märzgewählt habe, gab sie den au sich unverfänglichen Grund an: es seienVerwandte des Verstorbenen aus Grätz die an diesem Tage und fürdiesen Zweck nach Wien kämen. Die Kirchenverwaltung ließ dem zufolge,wie es gewünscht worden, einen Trauer-Katafalk Herrichten und die Lichterum denselben und am Hoch-Altare anzünden. Mehrere stille Messen anSeiten-Altären hatten bereits begonnen, als man merkte daß es mit derangeblich Julius-Wünsche'schen Todtenseier doch seine ganz sonderbareBewandtnis haben müße. Denn die Zahl der Verwandten dieses dahin-geschiedenen Kaufmanns erschien als Legion, die ganze Kirche war schonum 10 Uhr von ihnen angefüllt, während das feierliche Todtenamt erstum 11 beginnen sollte. Dazu das auffallende und herausfordernde Be-nehmen vieler jungen Leute, einzelner in auffallender Kleidung, aber auchmehrerer schwarz gekleideten Frauen, von deren bös verzogenen Lippen,als die erwartete Feierlichkeit noch immer nicht beginnen wollte, Worteganz andern Charakters als trauernder Andacht flößen.Wir müßenmehr sammeln", sagte eine bissig zu einer andern,der Erzbischof hat nochnicht genug." Einen Burschen hörte man laut schimpfen:Die verfluchtenPfaffen, wie viel Geld soll man ihnen denn geben?!" Als nun aber,nachdem die Uhr eilf geschlagen hatte, eine Deputation in die Sacristeigeschickt wurde und von dort den Bescheid brachte die Abhaltung desTraueramtes sei verboten worden; als gleich darauf Kirchendiener kamenund die Lichter am Katafalk auszulöschen begannen, da wurde der Un-wille immer lauter, in den geheiligten Räumen ertönten die anstößigstenReden die sich, als die Lästerer sahen man sei hinter ihre Schliche ge-kommen, auf die Gasse hinaus fortpflauzten wo Gruppen schimpfendund fluchend das Gotteshaus umstanden. Aber schon war Militair zurStelle, eine Abtheilnng Polizei-Soldaten besetzte die Kirche, Grenadieremarschirten auf, Cavalerie kam heran, zahlreiche Streifwachen säubertenden Platz und die einmündenden Straßen und nahmen einige Verhaf-tungen vor, darunter eine Dame in Schwas und einige junge Leute