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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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HI. 22. Auseinander!

wegen ihrer Reden Untersuchungen eingeleitet werden sollen und ich füretwaige Processe die stenographischen Protokolle, die ein wichtiges Ver-theidigungs-Material für die Angeklagten bilden könnten, bereit haltenwill."Und was werden Sie thun wenn wir diese Protocolle suchenund mit Gewalt wegnehmen?""Suchen können Sie, aber finden werdensie nichts, dafür ist gesorgt" 21 s).

Die Conversation war allseits im Gang als dem Grafen Huhndurch den alten Kammerdiener Stadion's ein Telegramm überreicht wurde.Es war abends 7 Uhr zu Hullein von dem daselbst stationirten Ober-lieutenant Karl Grünner von Mazzucchelli-Jnfantcrie aufgegcben wordenund lautete wie folgt:Se. Durchlaucht der Herr Minister-PräsidentFürst Schwarzenberg sind so eben mit Separatzug hier durchgesahrenund haben an Euer Hochgeboren den Auftrag mündlich ertheilt die be-zeichneten Personen, falls sie noch in Kremsier anwesend wären, dieseNacht ohne weiters zu verhaften und hieher zur Weiter-Transportirungzu senden." Der Major setzte sich in unauffälliger Weise mit dem Kreis-hauptmann ins Einvernehmen und fertigte auf dem Stehpulte Stadion's,in demselben Saale in welchem sich seine Gäste bewegten und unter-hielten, die Haftbefehle aus die allsoglcich in Vollzug gesetzt werden sollten.Zugleich war er darauf bedacht, nachdem einmal auch diese Angelegenheitin seine Hände gelegt war, Weisungen zu erthcilen daß den Flüchtlingen aufden Straßen die sie eingcschlngen haben konnten nachgesetzt und derenFestnahme, wo man sie träfe, in Vollzug gesetzt werde. ^Es erfordertedies umfassende militairische und polizeiliche Maßnahmen, die im Lausedes abgelaufenen Tages bereits allseits getroffen waren. Kremsier war wiebelagert; Kojetein und die meisten in der Hana gelegenen Ortschaftenhatten Einquartierung. Ans der ganzen Strecke von Kremsier bis Hulleinstanden in Zwischenräumen bewaffnete Abtheilungen die jedem von dortkommenden Reisenden dessen Legitimation abforderten; dasselbe war mitden Zugängen zum Bahnhofe der Fall de» niemand betreten konnte ohnesich paßpolizeilich ausgewiesen zu haben. Aber auch die Eisenbahn-Stationenvon Hullein bis Hohenstadt waren von Militair besetzt; fast ans jederStation ließen sich Polizei-Beamte die Pässe vorzeigen.

Die Stadt Kremsier bot in der Nacht vom 7. znm 8. ein un-heimliches Bild. Durch ihre stillen mondhellen Straßen tönte der schwereSchritt bewaffneter Streifwachen deren scharfesWer da?" jeden Be-gegnenden anhielt. Eine stärkere Abthcilung, drei in Mäntel gehüllte Ge-