Rechtfertigungsschrift der Abgeordnete».
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als darin „den anfgestellten Prineipien", also den schattenlosen Grund-rechten, „eine consegucnte Anwendung zu sichern?!" Ganz heuchlerischaber, den vorangegangenen Thatsachen gegenüber geradezu erfunden underlogen, war das Bedauern daß einer im parlamentarischen Leben nochungeübten Versammlung „kein Führer, keine Stütze zur Seite" gestanden;daß cs die Executiv-Gewalt verabsäumt habe sich an den Erörterungenüber die Verfassnngsfragen zu betheiligen; daß die Regierung bei demZusammenwirken zu einem gemeinschaftlichen Zwecke es ihrerseits an „Ver-trauen und Offenheit" habe fehlen lassen. Also hatten es die Abfasserder Kremsierer Weh- und Klageschrift bereits vergessen, jenes Zeter-geschrei das sich iin letzten Sommer darüber erhoben hatte als es derJustiz-Minister Bach wagte in einer wichtigen Frage den Standpunkt derRegierung zu bezeichnen, was aber von der entrüsteten Kammer zu einemAttentat gestempelt wurde das freie Votum der Abgeordneten zu beeinflußenund zu beirren? Und wenn es damals in Wien großentheils nur dieLinke gewesen die sich in solcher Weise betrug, waren es nicht am 8. Januarin Kremsier die Linke und die Rechte die gleich ain Eingang zu den Ver-fassungs-Berathungen, als das Ministerium mit unumwundener Ent-schiedenheit klarlegte worüber hinauszugehen die Regierung Sr. Majestätnicht im Stande sei, außer Rand und Band gcriethen und mit demkindischen Beharren auf einem vielbcstrittenen Theorem, das sie im letztenAugenblicke gleichwohl fallen ließen, ein seltenes Beispiel parlamentarischerUntreue und Unfähigkeit gegeben hatten? Wahrlich die Regierung warnicht Schuld daß „die Worte des Ministerialen Programms zur vollenWahrheit" nicht werden konnten; der Regierung war es voller Ernstgewesen mit den Vertretern der österreichischen Völker Hand in Handzu gehen. . .
Da einige der Theilnehmer bereits abgereist, andere in der Abreisebegriffen waren, so wurde beschloßen Pillersdorff oder ein anderer derWiener Abgeordneten sollten den Aufsatz mit sich nehmen, in Wien dienöthigen Unterschriften anbringen lassen und denselben so vervollständigtnach Prag schicken.