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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Theolog?Nein, aber Canonist!")Die katholische Kirche diesseits derAlpen muß nach ihrer Wesenheit nltramontan sein, da ihr sichtbaresOberhaupt jenseits der Alpen, ultra inontos weilt. In diesem Sinneden Ultramontanismus d. h. das Streben nach dem kirchlichen Einigungö-pnnkte verketzern wollen, das heißt die ganze katholische Kirche diesseitsder Alpen angreifen." Daß cs Ucbelständc Mißbrauche Uebergriffc in derKirche gegeben habe und noch gebe, lasse sich nicht abstreiten.Die Kirche,obwohl göttlichen Ursprungs, so lang sie auf der Erde wirkt, ist i» derAusübung eben den Schwächen unterworfen an denen alles leidet wasunter der Sonne lebt. Aber, meine Herren, wenn ich auf die eineWagschale die Uebelstände und Misbräuche die in der Kirche stattfinden,und auf die andere das unabsehbare Unglück lege das hcrcinzubrcchendroht wenn Unglaube und Gottlosigkeit in allen Schichten der GesellschaftEingang finden sollten, dann scheue ich mich nicht offen zu bekennen daßmir jenes als das kleinere Uebcl erscheint. Was wir zu fürchten habenist keine Sündfluth, nicht weil wir zu wenig Sünden haben, sondern weiles nicht genug Wasser gibt; auch keine Völkerwanderung, denn das Ge-schlecht der wackeren unverdorbenen Barbaren ist ausgcstorben; was unsdroht ist ein socialer Krieg, schrecklicher als Völkerwanderung und Sünd-sluth. Dieses Unglück hintanzuhalten vermögen aber nur die sittlichenSchranken welche die Menschen in den ewigen Gesetzen festhalten in denensich die Gesellschaft von Anbeginn bewegt. Diese sittlichen Schrankenaufrecht zu erhalten mäßen wir alles thun und befördern was sitt-liches Bewustscin, was religiöse Gesinnung kräftigen und unterstützenkann, und dazu wird erfordert daß die Kirche sich frei bewegen, inihrem Gebiete sich frei entfalten könne. Wenn man in jedem Stückevon der siegenden Kraft der Freiheit das beste erwartet, warum willman nur bezüglich der Kirche aus der Freiheit Uebelstände und Mis-bräuche herauswnchscn sehen? Ich erinnere Sie an das Wort des edlenBörne: ,Es gibt keinen Menschen der nicht die Freiheit wollte; aber derGerechte will sie für alle, der Ungerechte für sich allein? Wollen Sic dieFreiheit nicht blos für sich, wollen Sie sie für alle, folglich auch für diekatholische Kirche!" (Beifall.) Er schloß mit der Verlesung seines Antrages:

Die katholische Kirche sowie jede andere nach Zulaß des13 im Staate bestehende Religions-Gesellschaft ordnet undverwaltet ihre inneren Angelegenheiten selbständig, unbeschadetder Rechte die kraft des Obcraufsichts- und Vcrwahrungsrechtcs