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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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300 III. l8. Der Bischos von Przemy^l und der Abgeordnete snr Tacho».

dic Kirche belassen wallen, dann erhalten Sie es ganz aufrecht, denn csist System! Wollen Sie es aber nicht ganz aufrecht erhalten, dannmäßen Sie cs ganz fallen lassen" (Bravo). Was sei doch wohl der Grundwarum man sich von vielen Seiten gegen dic Freiheit der Kirche sträube?Es sei behauptet worden, die Kirche verlange ihre Freiheit blos darumweil ihr vor der unfern bang werde.Meine Herren, der Kirche wirdso leicht nicht bang! Dic Kirche hat in den achtzehn Jahrhunderten ihresBestandes gar manches dnrchgcmacht! Sie hat in nahezu unserer Zeiteinen Mirabeau und Grögoire durchgemacht und bestanden, dic ihr ihrganzes Vermögen weggcnommcn; sic hat einen Nobcspierrc durchgemachtund bestanden der ihr ihren Gott erst weg- und daun wieder zudccre-dirte; sic hat einen Napoleon durchgemacht und bestanden der ihr sicht-bares Oberhaupt in dic Gefangenschaft wegnahm - sic wird dic Phi-lippika des Abgeordneten für Olmüz auch bestehen. Aber cs scheint ausder Rede dieses verehrten Mitgliedes hcrvorzugcheu daß umgekehrt ihmsehr bang wird vor der Macht der Kirche. Meine Herren, das liegt inunserer Hand. Gewähren wir der Kirche was sie als ihr gutes Recht inAnspruch nimmt, dann braucht uns vor ihrer Macht nicht bang zu werden.Denn dann mußte sie ja gegen ihren eigenen Vortheil sein, wollte sienicht mit Liebe einer Verfassung auhängen, dic ihr dasjenige gewährtwas ihr das frühere System mistrauisch und argwöhnisch verweigert hat"(Bravo). Wenn man einweude daß Reformen in der Kirche nothwcndigseien, wer wolle das läugnen? Aber diese Reformen müßten von jenenausgchcu die dazu berufen seien!Das Hciligthum der eleusiuischen Ge-heimnisse dürfen nur Eingeweihte betreten. Wer au eine Reform der KircheHand anlegcn will muß vor allem kirchliche Gesinnung mitbringen. Ockizu-otainun vulKus ot urvoo." Wenn Einige meinen dic Kirche solle zujenen Einrichtungen zurückkehren die sic in den ersten christlichen Jahr-hunderten gehabt, so schaffe man doch erst die allgemeinen Verhältnisseund Zustände wie sic damals bestanden haben! Oder könne es jemandcinfallen zu verlangen daß wir unsere staatlichen Einrichtungen auf jeneForm zurückführcn, da unsere Vorfahre» vor tausend Jahren in denhercynischen Wälder» lebten? (Oh, oh.) Was die Kirche unter Hierarchieverstehe sei schon von andern Redner» erläutert worden;allein auch fürdas Wort Nltramontnniömuö sei cs erlaubt daß ich gegenüber dem ver-ehrten Abgeordneten für Olmüz, der als Laie gesprochen hat, als Sach-verständiger eine Aufklärung gebe". (Ruf von der Linken: Sind Sie