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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Scandal-Afsaire Kann.

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Daher das fürsorgliche Bestreben durch ein günstiges Votum in dem vor-liegenden Falle ein Präcedens für die noch kommenden zu schaffen, wieman sich denn überzeugt hielt die Kaim'sche Angelegenheit sei seitens derNegierung nurein erster Versuch, ein Fühler, um zu sehen was füreine Stellung der Reichstag überhaupt gegenüber solchen Requisitionencinzunehmen gedenke" *). Daher auch das Bemühen der Linken die Ent-scheidung so lang als möglich hinanszuschieben und möglichst viel Stimmenfür sich zu gewinnen. Hans Kndlich erzählt es in seinen Memoiren un-geschält wie er ans den Bauernfang ansgegangen.Die Regierung",sagte er ihnen,will den Kaiin hinauswerfen um einen Bauer wenigerim Reichstag zu haben und einen Herrn im Frack, vielleicht den FürstenSchwarzenberg hineinzubekommcn. Vielleicht will man nach und nachalle Baliern hinauswerfen, weil erst jetzt eigentlich die Hauptsache, dieFrage der Entschädigung für die aufgehobene Robot, ausgctragen werdensoll. Ist wohl einer von Euch sicher, in der Trunkenheit nicht ein und dasandere respectwidrige Wort gegen die Obrigkeit ansgestoßen zu haben?!Wie also jetzt gegen den Kaim so kann man später gegen jeden von EuchVorgehen" re.

Gegen Schluß der Sitzung am 14. Februar zählte der Präsidentunter den Gegenständen der kommenden Tagesordnung den Bericht desKaim-Ausschußcs auf. Brauner beantragte daß diese Angelegenheit vorallen andern vorgenommen, Polaöek aber, der Berichterstatter des Aus-schußes, daß dafür eine Sitzung mit Ausschluß der Oeffentlichkcit anberanmtwerde. Dieselbe dauerte am andern Tage van KU/,, Uhr vormittags, mitdritthalbstündiger Unterbrechung zwischen 2 und 40^ Uhr nachmittags, bis10 Uhr abends; den Vorsitz führte der Vice-Präsident Hein, weil Smolkasich als Mitglied des Ausschußes erforderlichen Falles an der Verhand-lung bethciligcu wollte. Der Antrag des Allsschußes ging auf vorläufigeZustimmung daß mit Kaim ein summarisches Verhör, jedoch auf freiemFuße und in Kremsier, vorgenommen und sodann das Ergebnis des vonihm dagegen zu ergreifenden Recnrses abgewartet werde, wo sich, wennKaim's Berufung abgewiesen würde, der Reichstag die endgiltige Zu-stimmung wegen Einleitung des ordentlichen UntersuchungsverfahrenSVorbehalte. Die Thathandlung um die es sich bei der ganzen Sachedrehte war in diesem Anträge völlig umgangensi^),d erst auf das

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*) Kudlich III S. 225.

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