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II. 15. Auf de» andern Kriegsschauplätzen.
Puchncr lag jene Absicht fern; bei Kallinny traf der Befehl des Com-ninndirendcn ein die Truppen nach Hermannstadt zurückzuführcn. Am II.margcns nahm Bein zwischen Sebcsän und Lnngcndorf Stellung gegenMühlbach, sandte den Traß mit den Kranken und Verwundeten unterBedeckung des sehr zusammengeschmolzenen Bataillons Märiassy und einerAbtheilung Mätyäs-Husaren gegen Limba voraus und brach dann mit derHanpttrnppc in derselben Richtung auf. Zwischen Limba und Csüged führtedie mit Schnee bedeckte und winterlich schlüpfrige Straße über einen steilenBerg; man brauchte Stunden um die Geschütze hinanfzubringen, bald hierbald da blieb ein Gepäcks- oder Munitions-Wagen stecken so daß die Honvsdsden erschöpften Gäulen zu Hilfe kommen mußten: all das im Angesichteder Wälle von Karlsburg, von denen nur ein paar Schüße losgebrnnntzu werden brauchten um die Verwirrung zu steigern. Zum Glücke Bem'sbesaß man in der Festung keine so weittragenden Geschütze, die TruppenKalliany's rüsteten sich zum Abmarsch nach Hermannstadt, und so konnteBein den schwierigen Uebergang unbehelligt vollführcn "?). Jenseits desBerges schlug sich Bem in die nordöstlichen Gebirge und traf am Abend inBlutroth (Bcrve) ein, wo er den folgenden Tag zu einem Rasttag bestimmte.
Zur selben Zeit marschirten die Kaiserlichen auf der beguemcn Post-strnße gegen die Landeshauptstadt, in deren Umgebung sie am 12. ein-trafen. Am selben Tage 3 Uhr morgens war daselbst der tapfere Losenaunach drei schmerzensvollen Tagen den Folgen seiner Pisker Schußwundeerlegen. Er nahm das ehrendste Andenken von Freund und Feind mit sichin die Grube. Bem, der einst sein Schulgenosse gewesen, soll sich geäußerthaben: „Die österreichische Armee hat einen Verlust erlitten den sie mittausend andern Köpfen nicht aufzuwiegen im Stande wäre." Losenauwar im Feldzug 1812 in russische Gefangenschaft gerathen und nachKyjev gebracht worden wo er sich, der nothdürftigsten Verpflegung ent-behrend, durch Unterricht in der französischen Sprache hatte forthelfcnmüßen. Das war nicht vergessen, und im Hinblick darauf sagte jetzt ObristSkarintyn: „Was die Russen einst an dem Lebenden verschuldet, das werdensie an dem Todten zu repariren wissen." An dem Leichenbegängnisse destapfern Kriegers nahm darum nicht blos die österreichische Garnison vonHermannstadt, sondern auch das russische Corps in voller Parade theil^s).
Den Beweggrund warum sowohl Bem als Puchner, ohne bei Mühl-bach einen neuen Kampf auszunehmen, ihre Truppen auf verschiedenen