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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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II. 15. Auf den ander» Kriegsschauplätzen.

Die Cernirung von Komovn war nunmehr, so weit die zur Ver-fügung stehenden Kräfte reichten, geschlossen. FML. Simuniö hatte seinHaupt-Quartier in Kurtakeszi. Nach Lsva wurde Obstl. Aloys Gaher v.Gayersfeld mit 2 Compagnien Hartmann 1 Escadron und 3 Sechs-pfündern zur Sicherung der Detachements in den Bergstädten beordert.Die Cernirung der Festung von der Neutraer Seite war diese: 10 Com-pagnien Infanterie 1 Compagnie Jäger 3 Escadrons und 3 Batterienin Hct6»y und Marczalhäza; 6 Compagnien 1 Escadron und 1 Batteriegegen den Waag-Brückenkopf der Festung; 2 Compagnien 1 Flügel Ca-valeric und eine halbe Batterie in Birth und Zsitvatü, von wo einenach Duna-Almas über die Donau geschlagene Brücke den Verkehr mitder am rechten Ufer operirenden Brigade Lederer hcrstcllte. Die Ätvabei ihrer Einmündung in die Donau wurde verdämmt, zur besserenJnundirung des Ätva-Gebietes der Neutraer Damm bei MartoS durch-stochen; bemannte Boote auf der Neutra hatten den Verkehr der Ko-morner Festung mit den östlichen Landstrichen zu verhindern. Am 4. Märztraf General Sossai ans den oberen Gegenden in Aranyos ein, von woer mit 13 Compagnien Infanterie 1 Compagnie Jäger 3 Escadronsund 2 Batterien die Palatinal-Linie, welche das Gebiet der Festunggegen die Insel Schütt abschloß, im Auge halten sollte; eine Brücke, diebei Puszla-Lovad nordwestlich von ^cs über die Donau geschlagen wurde,unterhielt die Verbindung der Truppen Sossai's mit jenen Lederer's*).Die Aussichten auf eine Bezwingung von Komorn, für welche der Feld-marschall auf die Mitwirkung Welden's von Wien aus rechnete, standenin weiter Ferne. Von einer Aushungerung war noch lang keine Rede: dieFestung litt keinen Mangel an Lebensbedürfnissen, keine Thenerung herrschte,das Pfund Rindfleisch war noch immer um 17 kr. zu habe», Wochen-Märkte wurden regelmäßig nbgehalten. Man konnte also, da cs hieß daßes in der Festung mit der Artillerie nicht znm besten bestellt sei, nurauf Bezwingung durch ein Bombardement rechnen, wofür es aber zurStunde den Kaiserlichen an ausreichendem Geschütz gebrach.

Die Verbindung der Hauptstädte mit dem südlichen Kriegsschauplätzewar nach wie vor bedroht, nicht durch größere feindliche Streitmasseu,aber durch die Bevölkerung die einen kleinen Krieg führte und es be-sonders auf Zufuhren sowohl auf der Donau als vom Lande her

*) Strack Winter-Feldzug S. 6870, 73 s.