Wrbna — Zeisberg — Nobili.
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Theil der Schuld, daß der Sieg nicht erfolgreich ausgenützt werden konnte,auf General Zeisberg der alles zn tadeln wußte was vom großen Haupt-Quartier ausging, den aber jetzt nicht ohne Grund der Vorwurf trafnicht kraftvoll genug gegen die Theiß, wie ihm befohlen war, vorgedrungeuzu sein. Man hielt sich im großen Haupt-Quartier überzeugt daß Zeis-berg, „so klug und tapfer er sein mochte, nichts für den Erfolg leistetewenn er nicht seine Persönlichkeit voranstellen konnte, sondern überallparalysirte wo für den Fürsten ein Vortheil vorauszusetzen war"- DenGrafen Lato Wrbna, auf dessen Namen man im I. Armee-Corps alleszu wälzen liebte was im Felde schief ausging, traf diesmal kaum eingerechter Tadel. Er hatte am ersten Schlachttage in Abwesenheit des Feld-marschalls seine Sache gut geführt; am Tage von Poroszlö aber war,wie der zusammenbernfenc Kriegsrath einstimmig erkannte, wegen derBodenverhältnisse nichts zu thun.
Die Meinung daß man es kaiserlicherseits mit einer ungeheuren geg-nerischen Uebermacht zu thun gehabt war im großen Haupt-Quartierallgemein, während man im ungarischen Lager, und hier entschieden mitUnrecht, gerade das Gegentheil behauptete. Windisch-Grütz mußte zugebendaß er es in der „Rebellen-Armee" mit einem militairisch ebenbürtigenGegner zu thun habe, der nicht blos sich tapfer zu wehreu, sondern selbstnach einer Niederlage geschickt zu mauoeuvrircn verstand. Daß die Ungarnihren Rückzug mit Erfolg durchzuführen im Stande waren, dazu wirkteallerdings eine Reihe van Umständen ans kaiserlicher Seite zusammen,von denen keiner der Oberleitung zur Last fiel: die äußerste Abspannungund Ermüdung der Schlik'schen Truppen am Tage von Kerecsend; dieUnwillfährigkeit und wohl auch Säumnis Zeisberg's in seinem Marschegegen die Theiß; vor allem aber das so heftige Unwohlsein des Feld-marschalls in den Tagen unmittelbar nach der Schlacht und die Un-entschlossenheit Nobili's der seine Stelle zn vertreten hatte
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Werfen wir, ehe wir das ungarische Kriegstheater verlassen, einenBlick darauf, wie es in den Tagen da die Schlacht von Käpolna ge-schlagen wurde auf den andern Schauplätzen des großen Kampfes ge-standen habe.
Helfert, Geschichte Oesterreichs. kV. 2.
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