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II. 14. Militair-Revolte in Tisza-Füred.
Commissar mitthcilen zu wollen der sodann, so es ihm gefalle, die Corps-Commandanten davon unterrichten könne. Görgci schien geneigt sich biszur Ankunft der Debrecziner Regierungsinänner diesen Mittelweg ge-fallen zu lassen; aber Szcniere versuchte nun, nachdem die andern ab-getreten, wieder allein Dembinski mit Bitten und Vorstellungen zubestimmen daß er ans den ihm gemachten Vorschlag cingehe. Dazu warDembinski nun nnd nimmer zu bewegen. „Uebernehmen Sie selbst kraftIhrer Vollmacht als Regiernngs-Commissar die Leitung der Armee",sagte er zu Szemcre; „Sic werden sie besser führen als die vier Herrendie eben fortgegangen; ich will Ihnen als militairischcr Rathgeber zurSeite stehen bis der Präsident erscheint und alles in Ordnung bringt."Es war inzwischen 7 Uhr abends geworden, wo Szemcre den Generalmit dem Bemerken verließ: cs bleibe ihm somit nichts übrig als ihn vomOberbefehl zu suspcndircn. Das that er denn auch, indem er zugleichGörgci als rnngsältesten der anwesenden Generale mit dem provisorischenOber-Commando betraute.
Kaum hatte Görgei diesen Befehl in Händen als er seinem General-stabs-Chef Bayer befahl Dembinski das Befchls-Protocoll abznverlnngen.Bayer bat Rnpnsy's Gencralstabs-Chcf Obristcn Meszsna und Nspäsy'sAdjutanten Major Läznr zur Begleitung „bei einem wichtigen Dienst-gange" und trug in Gegenwart der beiden Officiere Dembinski die For-derung seines Generals in einem herausfordernden Tone vor. Dembinskierwiderte: „Das Befehls-Protocoll gehört der Vergangenheit nnd folglichmir an; was die Gegenwart nnd Zukunft betrisst so habe ich mich dar-über mit dem berufenen Regiernngs-Commissar anscinnndergcsetzt." AlsBayer hierauf sogar mit „Gewalt" drohte sprang Dembinski wüthendvom Sitze, befahl seinem Adjutanten ihm ans dem Nebenzimmer das BcfehlS-Protocoll zu bringen, ergriff cs mit der linken Hand, den Degen mit derrechten und schrie: „So lang die eine Hand den Säbel halten kann wirddie andere das Befehlsbuch der ungarischen Armee nicht auslassen." „Wirwerden sehen", sagte Bayer trotzig, verließ ohne Gruß mit den beidenandern das Zimmer, nnd alsbald vernahm Dembinski den gemessenenSchritt von Soldaten die ans seine Thüre zuschritten. Er konnte nureben schnell dieselbe von innen verriegeln, worauf draußen „bei Fuß"commandirt wurde. Er setzte einen Brief an Szemcre auf den sein Ad-jutant überbringen sollte; allein im Vorzimmer wurde diesem erklärtdie Wache habe Befehl jeden mit dem Bajonnct niedcrznstoßen der sich