184 H. 12 . Der zweite Schlachttag von KLpolna.
oder sechs Ladungen ebenso viel Feinde, in dem abseits liegenden Häus-chen nieder, das nun die übrigen in Eile verlassen um gleichfalls Deckungin der Umgebung des Meierhofes zu suchen. Nun führt Peduzzi ohneeinen Befehl abznwarten seine Leute zum Sturm gegen den Hügel vor;die beiden hart mitgenommenen Compagnien Dürfeld's, die sich mittler-weile gesammelt hatten, und zwei Züge Baden unter OberlieutenantHeyßler in der linken Flanke wirken mit. Tapfer wehrt sich der Feind;viele Leute die theils todt theils verwundet nicderstürzen lichten die kaiser-lichen Reihen; aber fest schließen sich diese wieder und zuletzt ist derHügel erstiegen, das Thor der Umfassung eingerannt und die Kaiserlichendringen in das Innere, noch immer den hartnäckigen Feind vor sich. Einbaumlanger Grenadier vom abgefallencn Regiment Wasa drückt auf etwafünfzehn Schritt gegen Peduzzi ab, an dessen Kappe die Kugel hart vorbeipfeift und der nun seinerseits mit geschwungenem Säbel ans den Grena-dier eindringt; aber schon hat ein kleiner stämmiger Unterjägcr, Spieglerans Haida, dem Goliath das Haubajonnct durch den Leib gerannt.Noch gibt es vereinzelte Schüße und Kampfscenen; aber schon sind dieUngarn im weichen, der Meierhof ist im Besitz der Kaiserlichen unddamit die Eroberung von Käpolna beendet.
Der Feldmarschall ritt nunmehr ans die zwischen Käpolna und Kaälgelegene Anhöhe um sich zu überzeugen wie es bei dem Fürsten EdmundSchwarzenberg aussehe. Als er an der Cavalerie-Brigade Montenuovovorbeikam hielt er an um sic wegen ihrer Bravour am gestrigen Tagezu beloben; er ließ sich den Oberfeuerwerkcr Neubauer vorführen dem erdie goldene Tapferkeits-Medaille zuerkannte. Der linke ungarische Flügelist im Begriff seine bisherige Stellung anfzulvsen. Dreimal beschicktDcmbmski den dort commandirenden Aulich mit der Mahnung zu neuemAngriff, doch dieser räumt Kompolt und zieht sich ans Knäl und dierückwärtigen den Ort beherrschenden Höhen zurück"-). Die Kaiserlichenmarschiren vor und eröffnen ein Geschützfener gegen die Ungarn. Wiederwie am vorigen Tage soll an Zcisberg, der inzwischen Bod erreicht hatte,die Einladung ergangen sein die Manoenvres bei Kaäl durch einen An-griff in die linke Flanke Aulich's zu unterstützen. „Ich soll Wohl demFürsten Schwarzenberg zu einem Thercsienkreuz verhelfen?!" soll Zeis-berg geantwortet haben*), und marschirtc weiter bis Erdotelek. Doch
") Ll8. a. d. Haupt-Quartier des Bauus.