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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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II. 12. Der zweite Schlachttag von Käpolna.

Stellung Klapka's zu nehme» beschloß. Es wnr gegen 10 Uhr vormittagsals er die Otoöaner und das Bataillon Mazzncchclli in Stnrm-Colonnenformirte, das Landwehr-Bataillon Parma als Unterstützung.Euch über-lasse ich die Ehre Verpelöt zu stürmen", rief der Feldherr sic an. MitHurrah und Ävio setzte sich die Truppe iu Marsch. An zwei Punktenwurde die zwischen 12 und 15 Schritt breite Tarna überschritten undgegen den Ort marschirt, in welchem zwei Häuser und mehrere Stroh-lager in Flammen standen. Die ungarischen Batterien waren gezwungensich zurückznzichen, die ungarische Infanterie schien zur Vertheidigungentschlossen. Mit dem Wahlspruch: sa. linjonstom Nur mit

Bnjonnet!" dringen die Gränzer bei dem nördlichen Ende, die Mazzu-cchelli durch die Hauptstraße iu den Ort, wo sie von den ungarischenBataillonen mit einem mörderischen Feuer empfangen werden. Jedochuuausgehalten rücken die Kaiserlichen vor; ein erbitterter Kampf spinntsich von Straße zu Straße fort, die Ungarn sind iu das letzte Dritteldes Ortes zurückgedrückt. Jetzt führt Major Gablcnz 4 CompagnienParma, 1 Escadrou und eine halbe Raketen-Batteric in die linksseitigenWeingärten und bedroht durch zahlreiche Pläuklcrschwärme den rechtenFlügel der Ungarn, die nun den Ort völlig räumen und sich unter demSchutze ihrer Cavalerie und Artillerie wieder zu sammeln suchen. Schliksendet 6 Escadrons Preußen-Kürassiere in den Ort aus welchem siejenseits, ohne sich durch das feindliche Geschützfeuer aufhalteu zu lassen,hcrvorbrechen und im Fluge eine Cavalerie-Batterie nehmen. 2 EscadronsFerdinand- und 1 Escadrou Coburg-Husaren mit 1 Division Lehel-Husaren als Unterstützung werfen sich ihnen entgegen und cs entspinntsich ein scharfes Durcheinand der beiderseitigen Reitermasscn vor derFront der beiderseitigen Infanterie, die Gewehr bei Fuß das blutigeSchauspiel betrachtet. Rittmeister Uj von Coburg-Husaren erobert dieCavalerie-Geschütze zurück welche die Kaiserlichen wegen Mangel an Be-spannung nicht gleich hatten fortschaffen können, aber fast die Hälfteseiner Mannschaft ist todt oder verwundet; die Ferdinand- und Lehcl-Hnsarcn halten den Stoß der Kürassiere nicht ans, der Knäuel löst sich,die Husaren fliehen in Unordnung. Auch die Kürassiere hat der kurzeStrauß schwere Opfer gekostet: die Rittmeister Uichtritz und Zülow, vondenen der letztere auf der Wahlstatt todt blieb, der ersten acht Tagespäter seinen Wunden erlag; ein Ober-, ein Unter-Lieutenant verwundet;dann bei 55 Todte und Verwundete von der Mannschaft.