Tagesbefehl des Feldmarschalls von Hatva».
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Nachdem Schlik beim Feldmarschall einen Thec genommen bestieger mit seinen Begleitern um Mitternacht wieder den Wagen, stieg inPklsztü bei einem alten Bekannten ab wo er etwas frühstückte, und schwangsich ehe der Morgen graute aufs Pferd um den unsicher» Platz so baldals möglich im Rücken zu haben. Auch der Weiterritt wurde mit Vor-sicht unternommen, da man im Gebirge Hinterhalt zu besorgen hatte;Török ritt, wo sich die Straße gegen eine Höhe wand, voraus um einenUeberblick zu gewinnen ob die Gegend vom Feinde frei sei.
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Noch aus Hatvan 25. Februar hatte Windisch-Grätz einen Tagesbefehlan seine Truppen erlassen. Der Augenblick sei erschienen den Feind „zurAusführung eines entscheidenden Schlages" versammelt zu finden. „Sol-daten, ich halte mich überzeugt daß Euch dieser Moment willkommen ist!Das Heer der Rebellen wird unseren hier concentrirten Streitkräften anZahl weit überlegen sein. Allein ich trage kein Bedenken im Vertrauenauf Eure Tapferkeit auch einem zweifach überlegenen Feinde die Spitzezu bieten. An Euch ist es nun die Gewalt des hohen Muthes, den unsdie gerechte Sache des Monarchen und des Vaterlandes verleiht, denWerth der Disciplin und der Kriegsgcwandtheit zu erproben, womit dieArmee Oesterreichs die Feinde ihres Kaisers zu allen Zeiten selbst unterden ungünstigsten Verhältnissen überwunden hat." Er erinnerte sie andie heißen Kämpfe von Wien, an die Tage von Bäbolna Moor KaschauSchemnitz, und knüpfte seine Erwartung daran daß „am nächsten ent-scheidenden Tage ein neues Blatt des Ruhmes in Oesterreichs Kriegs-geschichte durch Euch eingeschaltet wird. Der Dank des auf Euch zählen-den Führers, die Anerkennung unseres jugendlichen Kaisers, der Segender nach Frieden sich sehnenden Völker wird Euer Lohn sein" *).
Der Geist der vorwärts marschirenden Truppen ließ in der That nichtszu wünschen übrig. Es gab da keinen Unterschied der Nationalität; dasGefühl der Waffenbrüderschaft, des Kampfes für ihren obersten Kriegs-herrn, für das gemeinsame Vaterland drängte alles andere zurück. Auchauf ungarischer Seite war mau der Ueberzeuguug daß die nächsten Tageeinen Hanptschlag bringen würden. Als am 25. die Truppen der Di-vision Csorich, das 2. Jäger-Bataillon an der Spitze, Gyöngyös singend
*) A. A. Ztg. 1849 Nr. 75 S- 1144.