132 II. 9. Schlik und Dembiüski im lsajä-Thcite.
destens äußerlich die dem Oberfeldhcrru schuldige Achtung u»d Rücksichtbeobachtete.
Am 22. löste Dembiüski die Stellung bei Sz.-Püter uns, dirigirtedie Divisiemcn Görgei's über Miskotcz nach Mezä-Keresztes, Schulz nachMiskolcz, Klnpka mit der Division Dessewffy nach Erlau von wo er dieEngen von Bcrpelüt und Sirok im Auge halten sollte, während Märiässhvon Mczü-Kövesd und öNaklär nach Kcrecseud vorrückend Küpolna besetzenund gegen Ghöngyös streifen lassen sollte, und Sekulich vom Armee-Eorps Rspüsy auf der von Poroszlü führenden Straße herwärts zog.In der Nacht vom 22. zum 23. fuhr Dembiüski mit der Post nach Tisza-Fürcd um die daselbst angelegten Verschanzuugcn sammt Brückenkopf zubesichtigen und sich Uebcrzeugung zu verschaffen wie es mit dem von ihmgewünschten und von der Regierung ihm versprochenen Verpflegs-Magazinin Egyek ausschc. Niemand wußte in Füred von einem solchen; bei nähererErkundigung fand sich daß dort Vorräthe etwa für einen halben Tagstatt, wie der Obcrfeldhcrr verlangt hatte, für sechs Wochen Verpflegungseien. Dembiüski schrieb eilends an Kossuth und begehrte daß jene denendiese Saumseligkeit zu Last falle zur strengen Verantwortung gezogenwürden.
Dembiüski's Plan war jetzt das Schlik'sche Corps von Erlau ans mitMacht zu bedrohen, den kaiserlichen Feldmarschall zu Schlik's Unterstützungaus den Hauptstädten hcrauszulockeu und dadurch dem III. Armee-Corpsjenseits der mittleren Theiß Luft zu machen; Väcsey hätte dann vonTörök-Sz.-Miklos einen Schlag gegen Szolnok zu führen, während Dnm-janich bei Czibakhäza hervorbräche und sodann beide in starken Tagmürschenan der Eisenbahn vorgingen um sich mit der nördlichen Hanptarmee inVerbindung zu setzen. Röpäsy sollte in dieser Combination derart Mit-wirken daß er, während Sekulich auf der Poroszloer Straße weiter gegenKaäl vorrückte, mit einer Infanterie-Division Füred besetzte, dagegen seineReiterei in der Richtung von Török-Sz.-Miklüs nach Madaras sandte'^).
Am 24. verließ der ungarische Oberfeldherr Tisza-Füred und kamin der Nacht zum 25. oder am frühen Morgen in Mezü-Kövesd an woer abermals mit Görgei zusammentraf.