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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Wurth mit der Note vom 4. Februar in Franksurt a. M.

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der dritte Theil Oesterreicher und ein weiterer vielleicht fünfter TheilOesterreichs Freunde sind, wird unserem Kaiscrstaatc nie gefährlich sein,wohl aber dessen Einfluß erhöhen"

Da endlich am 8. Februar morgens traf Würth in Frankfurtwieder ein. Die österreichische Note vom 4. Februar die er brachteschlug in die Reihen der Erbkaiserlichen, der Anhänger des ProgrammsGagern, der Vertreter des Grundsatzes der Selbst- und Allein-Herrlich-keit des deutschen Parlamentswie ei» Blitz aus hciterm Himmel""?).Aber cs war doch wahrhaft kindisch sich einznbilden, daß ein alt-angesehener und mächtiger Staat wie Oesterreich von einer seit gesternzusammengewürfelten Versammlung den Entscheid über seine künftigeStellung, über sein Verbleiben oder Nicht-Verbleiben in dem Staaten-bunde, an dessen Spitze er seit Jahrhunderten gestanden, abwarten, einfachüber sich ergehen lassen werde! Aber, wie sich uns wiederholt gezeigt,ernste und ruhige Ueberlegung war die Signatur weder dieser Zeit nochdieser Versammlung, und so sehen wir denn alle jene denen die öster-reichische Erklärung quer in den Weg kam, in einen Zustand der Auf-regung gerathen der sic alle Gränzen des Anstandes übersehen ließ, undin den wegwerfendsten Ausdrücken die Kundgebung einer Macht vonerstem Range wie etwa die vorlaute Einmischung irgend einer un-berufenen Unbedeutendheit behandeln.

Im österreichischen Lager walteten nicht Zorn und Hohn, aber tiefeBetrübnis und Verstimmung. Würth selbst, der die Note übcrbrachthatte, schlug freiwilliges Ausscheiden der österreichischen Abgeordneten ansder National-Versammlung vor und wirkte dadurch selbst auf Schmerling,der in der ersten Aufwallung den Gedanken faßte seine Vertrauens-stellung als Bevollmächtigter des kaiserlichen Cabincts znrückznlegcn. Alleinnur Arneth stimmte Würth bei, und auch Schmerling besann sich baldeines bessern bs). Die Mehrzahl der Oesterreicher meinte, und hierinwurden sie durch die Versicherungen ihrer Freunde im Parlamente be-stärkt, ihr Mandat verpflichte sie auszuharren; die Verbindung Oesterreichsmit Deutschland sei für beide eine Nothwendigkeit, das preußische Erb-kaiserthum für beide vom Ucbel; die Aufgabe der National-Versammlungwerde erst bei der zweiten Lesung des Verfassungs-Entwurfes ihre Lösungfinden, und diese werde so zu gestalten sein daß sic das VerbleibenOesterreichs, die Annahme der Verfassung seitens der kaiserlichen Re-gierung ermögliche. Diese Auffassung machte nun auch Schmerling zu

Helfert, Geschichte Oesterreichs. IV. S. 7