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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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96 I. 7. DieGroßdeutsche»" und dieKleiudeutschen".

erkannte, keinen vorhandenen Ungleichheiten oder Gegensätzen Rücksicht zuschulden meinte; diese großsprecherische Ohnmacht die nicht über einenStenergnlden und nicht über einen Mann zu verfügen hatte und jetztdie deutschen Königreiche oder gar Oesterreich mit demSäbel Friedrich II."zu paaren zu treiben erklärte, ein andermal gegen das zögernde Preußenrevolutionäre Drohungen auSstieß; diesen beschränktenHochmuth, diese Selbst-bcrüuchcrung, dieses Ju-dcn-Staub-Sinken von der eigenen schier unbegreif-lichen Größe auf der einen, und das wegwerfendste Verbiet über die Geistes-schwäche und die Charakterlosigkeit der Gegner auf der andern Seite och:so mochte man mitunter zweifeln ob man es mit Personen in zurechnungs-fähigem Zustande zu thun habe.

Bei einer solchen Stimmung der Gemüthcr befand sich der öster-reichische Bevollmächtigte noch immer ohne die so dringend erbetene In-struction. Rückhaltcndc Vorsicht war die Haltung die ihm sein Ministeriumbei jedem Anlasse ans Herz legte.Indessen wollen Euer Hochwohl-gcboren", wurde ihm geschrieben,jedes sich Ihnen darbietende Vertrauenwohlwollend aufnehmen, das Ihre jedoch in diesem Momente der Un-entschlossenheit und Jntriguen unbedingt niemand schenken"^'). Mit denJntriguen" der andern Partei hatte es nun seine volle Richtigkeit; aberdieUnentschlossenheit", mußte sich Schmerling sagen, war auf jenerSeite gewiß nicht zu finden.Acht Tage sind es", klagte er,daß diepreußische Circular-Notc vom 23. Januar d. I. in jedermanns Händenist, und Oesterreich hat sich noch immer nicht erklärt. Se. Majestät hatmir meinen gegenwärtigen Posten mit Vertrauen übertragen, ich wünschediesem Vertrauen entsprechen zu können. Dazu bedarf cs aber einer ent-schiedeneren Stellung und größerer Thätigkeit für Oesterreich, vor allemeiner sichtbareren." Selbst von österreichischen Abgeordneten werde er ge-drängt und schon fange man an, trotz der allgemeinen Achtung die ersich erworben, ihn mit Mistrauen zu betrachten undals Träger derMetternich'schen Politik zu bezeichnen"**). Möge man sich doch, mahnteer, nicht an dem AusdruckBundesstaat" stoßen.Das Wort ist esnicht was entscheidet; es läßt sich der damit verbundene Begriff engeroder weiter bilden und eine Ccutral-Macht, in der Oesterreich die ersteund wichtigste Stellung cinnimmt, gestützt auf eine Kammer in welcher

*') Schwa, an Schmer. Wien 20. Januar,x») Schmer, an Schwa. 2 FebruarVertraulich" K