Oesterreich und Preußen im Lichte der Erbkaiserlichcn.
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und Meinung durch jene Männer in denen sich der preußische Gedanke,jene „ererbte Neigung des preußischen Stammes seine Zäune zu über-steigen"^), verkörpert hatte. Friedrich Wilhelm IV. für seine Personblieb jener geschichtlichen Anschauung treu die dem Hause Oesterreich dieerste Stelle in Deutschland zuwies, und war sich jener entscheidendenDienste bewußt die der Kaiserstaat in der letzten gefahrvollen Zeit durchRadeck/ in Italien, durch Schmerling in Frankfurt, durch Wiudisch-Grätzin Prag und Wien der gerechten Sache gegen die Revolution und An-archie erwiesen hatte«"). Aus den Tagen des 19. und 21. März 1848, ausjenem unseligen „Misverständnis" — das eines ganz anderer Art gewesenwar als zu welchem es durch des Königs eigene Aufregung in jenemZeitpunkte vor der Ocffentlichkeit gcstämpelt worden — war ihm eine tiefeErbitterung in seinem edlen Herzen zurückgeblieben, eine Stimmung diesich mehr und mehr auch gegen Frankfurt wandte und ihn dazu drängtemit seinem treuen muthigcn Heere, Hand in Hand mit Oesterreich, denpolitischen Knoten am Ende zu zerhauen*). Andere Ideen und Strcbnisseaber erfüllten die Atmosphäre in der er sich bewegte. Von allem Anfanghatte man hier nicht ein in Deutschland ausgehendes Preußen im Sinne,sondern umgekehrt ein Preußen das nach Möglichkeit die Herrschaft überganz Deutschland erhalten sollte und welchem darum Oesterreich im Wegestand. Die Organe dieser zahlreichen und mächtigen Partei waren uner-müdlich den Kaiserstaat in Deutschlands Augen herabznsetzen und anzu-schwärzen, dessen innere Zustände in den schwärzesten Farben zu schildern,dessen aufrichtige Gesinnung zu verdächtigen. Das entgegengesetzteste mußtezu dem gleichen Zwecke dienen. That das österreichische Cabinct einenSchritt der Annäherung zu Frankfurt so steckten dahinter „Machtgelüste" ;weigerte es sich die deutschen Grundrechte anzncrkcnnen so war das eine„Abkehr von Deutschland". Zwar waren in Preußen diese selben Grundrechtegleichfalls nicht anerkannt; aber da waren cs „besondere Verhältnisse"die man nicht übersehen, die schwierige Lage in der sich Preußen befanddie man nicht unterschätzen dürfe. Preußen blieb darum immer „deutsch",aber Oesterreich zeigte sich um derselben Sache willen „undentsch" „parti-cularistisch", wie es die Preußen-Partei in Frankfurt nannte. Suchte manvon Berlin ans eine Verständigung mit der National-Vcrsammlung so
*) Chr. K. I. Feh. von Bnnsen Aus seinen Briefen rc. Deutsch von Nippolt.(Leipzig Brockhans 1869) II S. 499.