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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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I. 5. Die Italiener in Süd-Tyrol und im Küstenland.

Drang-Periode zu erringen gewußt, kamen sie in Innsbruck vollends umallen Nimbus. Das vomkatholisch-constitutionellcn Verein" gegründeteVolksblatt" erlaubte sich einen scharfen Ausfall gegen die Universitäts-Jugend, der von dem Verein selbst misbilligt wurde, so daß der Aus-schuß seinem Redacteur Weltpriester Rothmüller ein Dssaveu gab; dieStudenten wollten sich damit nicht begnügen und gegen Rothmüller vorGericht auftreten, allein sic fanden in der ganzen Stadt keinen Anwaltder die Jnjuricnklage übernommen hätte*). Eine andere Gefahr für dieRuhe deö Landes drohte ans dem Zillerthal, wo sich mehrere der nachPreußisch-Schlesicn ausgewanderten Protestanten eingefnndcn hatten, diesich besonders in Zell Hippach Maierhofen zu schaffen inachten. Siewaren angeblich gekommen um . Familienangelegenheiten zu betreiben;allein die altenJnclinanten" konnten nicht von dem Versuche lassenProsekyten zu machen und nun wurde aus dem Thale eine Deputationnach Innsbruck geschickt, die Statthalterei möchte ihnen das Handwerklegen. In der That wußte man aus ihren Reisedocumentcn Formfehlerherauszufindcn und sie wurden aus dem Lande gewiesen.

Was neben der Landesvertheidigung und der katholischen Glaubens-einhcit die Gemüthcr in stärkerem Maße beschäftigte und erhitzte, wardie s. g. Trennungsfrage. Die Befürchtungen daß es dahin kommenkönne das südliche italienische Gebiet selbständig zu stellen, richtetensich nicht gegen den Hof und das Ministerium, von welchen Seitendie Dentsch-Tyroker ihrer Sache ziemlich sicher waren. Als im Dccember1848 eine Huldigungs-Deputation aus Wälsch-Tyrol die Mitgliederwaren, wie man in Innsbruck sagte, fünfAkolythen Mnzzini's", zweiAmncstirte und drei bekannte Ultras in Olmüz erschien, die nebstbeidieWünsche" der zwei italienischen Kreise zur Geltung bringen sollte,fand selbe die kühlste Aufnahme; die Deputaten wurden nicht zur kaiser-lichen Tafel gezogen, waS sonst regelmäßig geschah, und die Ministerließen sie über die Trennnngöfragc gar nicht zu Worte kommen**). Andersstand es mit dein Reichstag, dessen süd-tyrolische Mitglieder mehr oderweniger den Trennungs-Ideen huldigten »nd für dieselben im Berfassnngs-Ausschußc eifrig wirkten ***). Besonders galt dies von dem Grasen

A. A. Ztg. Beil, zu Nr. 34 S. 520:Von der Etsch" 26. Januar.

A. A. Ztg. 1849, Beil, zu Nr. 22 S. 333 f.Zur süd-tyrolische» Trennung?-

Frage".

***) S. meine» Bd. II S. 219221, 413417.