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I. 4. Krakau Galizien und Bukowina.
»ahme». Als ein vorbereitender Schritt zur Erfüllung des letzter» Wunscheskennte die A. h. Entschließung vom 13. Dccember gelten, laut welcherder Local-Caplnn Jacob Glowacki von Chmiclowa zum Professor derrnthenischcn Sprache und Literatur an der Lembcrger Universität ernanntwurde. Daneben gab es unausgesetzte Klagen über die Haltung der kaiser-lichen Beamten, gerade in jenen östlichen Kreisen des Landes in denendie Regierung auf die wärmsten Sympathien der Bevölkerung zu zählenhatte. Am 23. Deccmber überreichte Dom-Scholasticus Knziemski imNamen der rnthenischcn Haupt-Versammlung zu Lemberg dem Gou-verneur Zalcski eine Denkschrift über das Benehmen der polnischen Kreis-bcamten, denen ihre amtliche Stellung dazu diene im Lande Mistraucngegen die griechische Geistlichkeit und deren Organe, die ,,2orjaH^),auszusäcn; ein Kreis-Commissar habe allen Kirchensängcrn mit Verhaftunggedroht, falls sic sich unterstünden dem Landvolke aus jener Zeitschriftvorzuleseu; die Geistlichen, sagten die Beamten den Leuten, sollten beiihrem Brevier bleiben. Bald aber richteten die Ruthencn ihre Anklagengegen den Gouverneur selbst, dessen Bestreben dahin gehe „die deutscheSprache zu unterdrücken, die rnthenische aber nicht auskommen zu,lassen" ;in allen Fachstudien führe er das Polnische ein, wogegen das Ruthenischenur als freier Gegenstand gelten solle; selbst in Buczacz erlaube er nichtmehr als einen Gegenstand rnthenisch vorzutragcn; der von ihm nachArt der alt-polnischen Ivoinissia ackulrao^iim eingesetzte Schulrath be-stehe nur aus polnischen Elementen, mit Hintansetzung der ruthenischenVertrauensmänner Kuziemski und Malinowski. Die rnthenische Haupt-Versammlnng erneuerte bei diesem Anlasse, 25. Deccmber, ihr dringendesAnliegen ans Theilung des Landes in eine polnische und eine ruthenischeProvinz; schon habe sie 133.556 Unterschriften in diesem Sinne dem Mi-nisterium vorgelcgt, mit den von den Zwcigversammlungcn eingesandten seiencs wohl schon 200.000; dabei sei „auch der Schein von Zwang sorgfältigvermieden" worden; viele Gemeinden hätten zugestimmt, aber sich ge-weigert zu unterschreiben, „weil die wühlerische Gegenpartei ihnen beizu-briugen trachtete daß die Unterschriften die Wiedereinführung der Frohne,die Erhöhung der Stenern, ja selbst den Anschluß an Rußland bezwecken.Denn die Polen-Partei hat den Schlag, welchen ihr die von den Ruthencnso sehr gewünschte Theilung Galiziens beibringt, richtig erkannt, die, wenn
*') Bd. II S. 269.