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I. 3. Die inner-österreichischen Länder.
in Unter-Kärnten sandten ihrem Frankfurter Deputaten Gritzner einMistrauens-Votnm, weil er seinem vor ihnen abgelegten politischenGlaubensbekenntnisse untreu geworden sei und, statt für die Herstellungverfassungsmäßiger Zustände thätig zu sein, sich sogar am hochverräthe-rischen Barricaden-Knmpfe in Wien betheiligt habe 30). Um in dieserRichtung ihrer Sache gewiß zu sein, beriefen die Wähler von Gonobitzin Steiermark, als es zur Besetzung ihres Sitzes im Frankfurter Parla-mente kam, einstimmig den „Kaiser Ferdinand" zum Deputirtcu und den„Erzherzog Johann" zu dessen Stellvertreter, ein Fall der bekanntlich,was den Kaiser Ferdinand betraf, bei den galizischen Wahlen für denconstituirenden Reichstag im Juni 1848 schon vorgckommen war. DasVolk begnügte sich aber, wo sich ein Anlaß dazu ergab, nicht mit solchenmehr passiven Kundgebungen loyaler Gesinnung, und es war gewiß einmerkwürdiges Zeichen der Zeit daß die durch einen Hagclschlag im letztenSommer schwer geschädigten Gemeinden Stadl Steindorf Paal Einachund Predlitz im Bezirk Murau bei der Bezirksobrigkeit die Erklärungabgaben, sie wollten, im Hinblick auf die augenblicklich bedrängte Lagedes Staatsschatzes und auf die in Aussicht stehende billige Entlastung fürihre früheren Giebigkeiten, mit Freuden auf den Steuernachlaß verzichtenden sie unter andern Umständen nach dem Gesetze in Anspruch nehmenwürden.
Ueberhaupt waren es jetzt wieder die Behörden, die Regierung, vorallem aber der Kaiser, gegen welche die Verhandlungen des „zwischenSchlaf und Zank wechselnden" Reichstages mehr und mehr in den Hinter-grund traten. Ihm legte man es am meisten zur Last daß man nichtzum befriedigenden Genuß der langverheißenen, aber noch immer nichtverwirklichten verfassungsmäßigen Rechte gelangt war. Man gab nichtsmehr auf seine Reden, man misachtete ihn, man machte sich lustig überihu: er lebe das Lebeu eines Chloroformirten; er sei nur eine „Stimmein der Wüste", denn seine politische Macht sei zu Grabe getragen; er ar-beite nur noch für den Geschichtsschreiber, nicht für die Geschichte. DasPräsidium bekam Zuschriften vom gröbsten Caliber, anonym und mitUnterzeichneten Rainen. Eines Tages im Februar nach der von demhanakischen Banderium dem Reichstage dargebrachten Huldigung erhieltSmolka ein mit „Jos. Nadro", offenbar pseudonym, gefertigtes Schreiben:„Das kennt man schon; die Linke des Reichstags hat es veranlaßt, waswahrhaft lächerlich ist; mit dem Fackelzug vorigen Jahres für Endlich