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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
Entstehung
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Die nicht-unglirischell Länder und die deutsche Frage.

i.

Die Schwierigkeiten, mit denen Windisch-Grätz bei Durchführung dergroßen Aufgabe die er auf sich genommen zn kämpfen hatte, wurden ihmnicht blos im Gebiete der St. Stephans-Krone bereitet; sie lagen vonden italienischen Provinzen, die militairisch dem Grafen Radcck)l zu-gewiesen waren, abgesehen in allen Thcilen des weiten Reiches, wonach einer so gewaltigen Erschütterung wie die der nächst vorangegangenenZeit Ruhe und Ordnung und als Vorbedingung dazu das Ansehen desGesetzes hergestellt werden sollten. Da war es nun vor allem die Reichs-Hauptstadt deren Zustände noch fortwährend zu schaffen machten und,wenn man auch das Regiment daselbst in guten Händen wußte, ob derOfner Königsburg nie ganz aus den Augen gelassen werde» durften.

Im Januar wurde Wien von schweren Naturereignissen heimgesucht.Das erste war eine Ueberschwemmung, die um so uuvermutheter kam als esmitten im Winter war, und einem der strengsten dazu. Nachdem in der erstenHälfte des Monates im Qucllengcbict der Donau durch mehrere Tage vielSchnee gefallen, war am 14. plötzlich Thauwettcr cingetreten und rieselte einvon heftigen Stürmen gepeitschter Regen hernieder. Am 15. morgens standDonaueschiugcn unter Wasser, aber auch aus allen andern von Bächenund Flüssen durchzogenen Gegenden des Schwabenlandes ertönten Klage-rufe über steigende Wassernoth. In Ulm war am selben Tage der Flußzu einer furchtbaren Höhe angeschwollen; das Donau-Thal glich einemwildbewegtcn See, während gleichzeitig die Wässer der Iller wuchsen undsich in wilden Wogen mit denen des Hanptstroms vermischten. Auch in derGegend von Regcnsburg hatte am 14. die Witterung umgeschlagen, derschmelzende Schnee und Regen führten Massen von Wasser der Donau zu,die am 15. früh zwei Joche der Holzbrücke am untern Wörth fortrisscn.

Helfert, Ncschichte Oesterreichs IV. 8. 1