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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Keinem der früheren Bünde dieses Werkes so sehr alsdiesem wird mancher sich versucht fühlen eine pnblieistischeTendenz zu unterschieben. Sie lag mir fern. Das Ziel meinerArbeit von Anfang bis zu Ende war einzig: den Verlauf, denZusammenhang, die Physiognomie der Ereignisse eines Zeit-raumes, der für den Bestand und die Entwicklung des öster-reichischen Gesammtstaates von so entscheidender Wichtigkeitwerden sollte, klar und fest zu stellen. Die tatsächliche Gestaltder Charaktere und Begebenheiten dürfte in allen Hauptsachendiejenige bleiben wie ich sie mit gewissenhafter Ansnützungeines reichhaltigen Materials zu zeichnen bestrebt war. Mei-nungen werden sich ändern, Parteien werden wechseln; aberwas einmal und wie es geschehen, hält Stand für alle Zeiten.Mögen daran die Einen sich erfreuen, die Andern Aergernisnehmen, die Erscheinung selbst hat damit nichts zu schaffen.

Entschiedene Verwahrung muß ich darum Anlegen, wennman die in meinem Geschichtswerke Angestellten Ereignisse undzum Ausdruck gebrachten Urtheile nach den heutigen Verhält-nissen, namentlich vom Standpunkt des jetzigen Dualismus,beurtheilen und vernrtheilen wollte. Selbst in dem letztenCapitelKritik der octroyirten Verfassung" wird man mirnicht einen Satz nachzuweisen im Stande sein der nichtaus gleichzeitigen Quellen geschöpft, der nicht mit Aus-sprüchen zeitgenössischer Beobachter belegt wäre. So nahezum Schlüße die Versuchung an den Verfasser herantrat Be-trachtungen vom heutigen Standpunkte freien Lauf zu lassen,er hat ihr widerstanden.