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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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anders darstellt, so wird auch er ein Anderer nnd dann rechnensie alles einander vor nnd fangen Streit mit einander an wiePython nnd Pammenes, wie Lehrer und Schüler (denn Wissen-schaft nnd Geld sind nicht nach Einem Maststab zu bemessen),wie der Arzt Prodikos mit dem Streit ansieng, welcher ihm zuwenig Honorar bezahlte nnd wie der Citherspieler nnd derKönig "). Der König nemlich ließ den Citherspieler anftreten,weil er sich Vergnügen von ihm versprach, der Citherspieler aberkam, weil er Gewinn hoffte; als aber der König ihn bezahlensollte, so spielte er selber den Lusterrcgenden und meinte, wieder Citherspieler ihn durch sein Spiel ergötzt habe, so habe er,der König, jenen durch seine Versprechungen ergötzt. Indessenist auch hier der Gesichtspunkt, von welchem man ausgchen muß,leicht zu erkennen; auch hier gilt Ein Maststab, aber nicht die-selbe Bestimmung, sondern das Verhältnißmäßigc, dieses ist zubemessen, wie ja auch die bürgerliche Gemeinschaft darnach be-messen wird. Denn wie sollte sonst ein Schuhmacher mit einemLandmann Gemeinschaft haben, wenn die Leistungen nnd Pro-dukte nicht nach dem Verhältniß ausgeglichen werden? Für die-jenigen aber, welche sich nicht über den Gesichtspunkt verständigthaben, ist das Verhältnißmästigc das Maß, wie z. B., wennder Eine behauptet, Weisheit gegeben, der Andere, Geld bezahltzu haben, das Verhältniß von Reichthnm und Weisheit zu be-stimmen ist. Ans Grund dieses Verhältnisses sind dann diebeiderseitigen Leistungen zu beurtheilc». Wenn nemlich der Einedie Hälfte des Geringeren, der Andere aber vom Werthvollerennicht das Geringste geleistet hat, so ist offenbar der letztere imUnrecht. Uebrigens ist auch hier der Anlast zum Streit gleichvon vornherein gegeben, indem der Eine meint, sie haben sichvereinigt um Nutzen von einander zu haben, der Andere aberdies; nicht zugibt, sondern einen andern Gesichtspunkt bei derSchließung der Freundschaft angenommen hat.

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