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liches ist. Zwischen Mann und Weib ist die Freundschaft be-gründet auf den Nutzen und die Gemeinschaft. Das Vcrhältnißzwischen Vater und Sohn ist dasselbe wie zwischen Gott undMensch, zwischen dem Wohlthäter und dem Empfänger der Wohl-that, überhaupt zwischen dem von Natur Ueberlegenen und demvon Natur Geringeren. Die Freundschaft zwischen Brüdern istam meisten der ans Gleichheit beruhenden kameradschaftlichenFreundschaft zu vergleichen:
„Denn nimmermehr ward ich sein Bastard genannt,
Uns beiden ist ja als Vater bekannt
Mein Gebieter Zeus"*).
Diese Worte passen sa doch für Solche, welche auf Gleichheitbedacht sind. Darum sind im Hans in erster Linie die Anfängeund Quellen der Freundschaft, der bürgerlichen Gemeinschaft undder Gerechtigkeit.
Nun gibt es drei Arten von Freundschaft, je nachdem dieseauf der Tugend, dem Nutzen oder der Lust beruht; jede vondiesen drei Arten hat dann wieder zwei verschiedene Modifica-tionen, je nachdem auf einer Seite ein Uebergewicht oder zwischenbeiden Theilen Gleichheit stattfindet; das Recht nun, das fürjeden Fall gilt, ist schon aus den Streitigkeiten klar, welchedarüber geführt worden sind: wo nemlich ein Uebergewicht statt-sindet, da gilt das Verhältnißmäßige, doch nicht das gerade,sondern das umgekehrte Vcrhältniß: wie nemlich der Ueberlegenezu dem Geringeren sich verhält, so muß das von dem GeringerenGeleistete zu der Leistung des Ueberlegenen sich verhalten, da eseben das Verhültniß ist wie zwischen Gebieter und Unterthan;wird dieses Vcrhältniß nicht zu Grund gelegt, so gilt die aufdie Zahl begründete Gleichheit. Dasselbe findet ja statt auchbei den sonstigen Arten der Gemeinschaft. Die Gleichheit derBetheiligung ist bald auf die Zahl begründet, bald auf dasVcrhältniß. Hat man eine der Zahl nach gleiche Summe ein-gelegt, so geschieht die Vertheilung auch nach der durch Zahl
i) Unbekannt, von wem.