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wollen hat, ist offenbar noch im ersten Stadium der Freundschaft,darum eben ist das Wohlwollen der Anfang der Freundschaft,nicht die Freundschaft selbst. — Man könnte so auch glauben'),Freundschaft sei Einmüthigkeit und Einmüthigkeit sei Freund-schaft. Aber die freundschaftliche Einmüthigkeit bezieht sich nicht ^)auf alles, sondern einmüthig ist man bloß in Beziehung ausdas, was Gegenstand des Handelns ist und was auf das Zu-sammenleben abzielt, — und ebensowenig ist sic blos im Denkenund Begehren vorhanden; es ist nemlich oft der Trieb da. Ent-gegengesetztes zu begehren, wie denn beim Unmäßigen ein solcherZwiespalt zntrifft, — vielmehr muß Einmüthigkeit vorhandensein in Vorsatz und Begierde. Und zwar beschränkt sich dieEinmüthigkeit auf die Tugendhaften; denn wenn die Schlechtendie gleichen Vorsätze haben und dasselbe begehren, so schaden sieeinander. Man wird übrigens auch von der Einmüthigkeit nichtschlechthin in Einem Sinn reden müssen, so wenig als von derFreundschaft, sondern es gibt einmal eine Einmüthigkeit ersterArt, die von Natur tugendhaft ist, — wcßhalb es auch nichtmöglich ist, daß die Schlechten nach dieser Art einmüthig sind;— und eine zweite Art, welche auch bei Schlechten Vorkommenkann, wenn sie die gleichen Vorsätze und Begierden haben. Manmuß aber nach Einem und demselben in der Weise streben, daßbeiden Theilen der Gegenstand des Strebens zn Theil werdenkann. Streben nemlich zwei Personen nach etwas, was nichtbeiden zn Theil werden kann, so werden sie in Streit mit ein-ander gerathen, was bei den Einmüthigen nicht möglich ist.Einmüthigkeit findet z. B. statt, wenn in Betreff der Frage,welcher herrschen rcsp. gehorchen soll, der Vorsatz der gleiche ist,also nicht in dem Sinn, daß jeder von beiden herrsche, sondernso, daß beide auf die Person des Herrschenden sich vereinigen.So ist die Einmüthigkeit die Freundschaft im bürgerlichen Leben.
Soviel über Einmüthigkeit und Wohlwollen.
*) nach wird zur Herstellung des Zusammenhangs genügen.") ovr'L statt ori.