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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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ist auch freiwillig, es ist aber dann zunächst nur') das gezeigtworden, das; cs möglich ist, auch ohne daß man den Wunschhat, doch freiwillig zu handeln. Nun thun wir aber Vieles,was dem Wunsch gemäß ist, plötzlich, dagegen was vorsätzlichgeschieht, geschieht nie plötzlich.

Wenn nun aber nach den; oben Bemerkten das Freiwilligeeines von den dreien sein muß, wenn es ncmlich beruhenmuß entweder auf dem Trieb oder ans dem Vorsatz oder aufdem Denken und wenn von diesen dreien zwei nicht zutref-sen, so bleibt nur noch übrig, daß das Freiwillige darauf beruht,daß man auf Grund irgend eines Denkakts handle. Wir wollennun noch etwas weiter fortfahren mit unsrer Betrachtung, ehewir die Bestimmung des Freiwilligen und Unfreiwilligen ab-schließen. Man kann annehmen, daß die Begriffegezwungenhandeln" undnicht gezwungen handeln" mit unfern Begriffenverwandt sind: denn das Gezwungene oder Gewaltsame bezeich-nen wir als unfreiwillig, und umgekehrt, alles Unfreiwillige istgewaltsam. Also müßten wir zuerst das Gewaltsame in's Augefassen und fragen, was es ist und wie es sich zum Freiwilligenund Unfreiwilligen verhält. Es ist nun anzunehmen, daß dasGewaltsame und das Gezwungene, resp. die Gewalt und derZwang, gcgcnüberstchcn dem Freiwilligen und der Ueberredungbei allem, was man thut. Im allgemeinen wenden wir dieAusdrückegewaltsam" undZwang" auch auf die unbesceltenDinge an, wir sagen ja auch von einem Stein, er strebe auf-wärts, vom Feuer, es strebe abwärts in Folge von Gewalt undZwang. Wenn dagegen Stein und Feuer die Richtung haben,welche dem natürlichen, ihnen an und für sich inwohnenden Triebentspricht, so sprechen wir nicht von gewaltsamer, jedoch auchnicht von freiwilliger Richtung, sondern wir haben einen Gegen-satz, der keine besondere Bezeichnung hat. Ist aber die Richtungdem Trieb zuwider, dann nennen wir sie eine gewaltsame. Eben-so sehen wir auch bei den beseelten und lebenden Wesen, daß

^ ogx. dem aus das vorsätzliche Handel» sich beziehende» Beweis. UebrigcnSist ^o'rwx öfters gebraucht, wo kein eigentlicher Grund dasiir cinzusehen ist,etwa wie unserzunächst".