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rechte Winkel" der Grund des andern Satzes ist. Wiirde nundas Dreieck sich verändern, sa müßte nothwendig auch das Viereckeine Veränderung erfahren, z. B. wenn das Dreieck drei rechteWinkel hätte, so hätte das Viereck deren sechs, wenn jenes vier,so dieses acht. Und wenn das Dreieck sich nicht verändert, son-dern so bleibt, so muß nothwendig auch das Viereck so bleiben.Die Richtigkeit unserer Behauptung ergibt sich ans der Analytik >),für jetzt können wir den Punkt nicht übergehen, können aber auchnicht ausführlich darüber reden, sondern müssen uns mit demGesagten begnügen. Wenn also nichts Anderes der Grund da-von ist, daß das Dreieck diese Beschaffenheit hat, so ist das Dreieckeben selber Princip und Grund des Weiteren. Wenn nun fernermanches Seiende von der Art ist, daß es anch die entgegenge-setzte Beschaffenheit annehmen kann, so müssen nothwendig auchdie betreffenden Principien derselben Art sein. Wie ncmlich das,was aus dem nothwendig so Seienden folgt, nothwendig ist, soist das, was aus dem Andern folgt, der Art, daß es anch ent-gegengesetzt sein kann, und in diese Klasse gehört nun Vieles,was von dem Menschen selbst abhängt, und Princip hievon ister, das Subjekt, selbst. Von den Handlungen also, deren Prin-cip und Urheber der Mensch ist, ist klar, daß sie sowohl sein alsnicht sein können, und daß cS von ihm abhängt, ob diese Hand-lungen geschehen oder nicht geschehen, wenn er doch Urheber ihresSeins oder Nichtseins ist. Wo aber das Thun oder Nichtthnneiner Handlung vom Menschen abhängt, da ist dieser Urheber derHandlung, und wo er Urheber der Handlung ist, da hängt diesevon ihm ab. Nun sind die Tugend, das Laster und die vonbeiden ausgehenden Wirkungen theils zu loben, theils zu tadeln,(denn gelobt, resp. getadelt, wird eine Sache nicht wegen einerNothwcndigkeit, eines Zufalls oder einer natürlichen Beschaffen-heit, sondern nur sofern wir selber Urheber davon sind; ist einAnderer Urheber davon, so füllt ihm auch sowohl Lob als Tadelzu;) somit ist klar, daß sowohl die Tugend als das Laster aufdas sich bezieht, wovon der Mensch als Handelnder selber Ur-
S. ^r. Lus.1. xost. I. 4.