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wird, so daß man versucht, vermittelst dessen, was zwar richtig,aber nicht deutlich gesagt ist, dasjenige zu gewinnen, was zugleichwahr und bestimmt ist. Vorerst uemlich stehen wir aus demgleichen Standpunkt, wie wenn wir z. B. hinsichtlich der Gesund-heit wüßten, daß sie der beste Zustand des Körpers ist, oder wenn -wir von Koriskos sagen könnten, er sei der schwärzeste von allenMenschen auf dem Markt. Damit wissen wir noch nicht, wasGesundheit und was Koriskos ist, wenn auch freilich die Kennt-lich der angegebenen Punkte förderlich ist für die Erkcnntniß deseigentlichen Wesens. Wir nehmen zunächst also an, daß der besteZustand durch das Beste hcrvorgebracht wird, und daß bei jedemeinzelnen Gegenstand von der Tugend desselben die besten Wir-kungen ausgehen; z. B. diejenigen Anstrengungen und Nahrungs-mittel sind die besten, wodurch eine gute Constitution hcrvorge-bracht wird, und wiederum von einer guten Constitution gehendie besten Leistungen aus. Ferner jeder Zustand wird durch eben-dieselben Dinge sowohl erzeugt als vernichtet, je nachdem dieselbenin Verbindung mit ihm treten, wie z. B. Gesundheit durch Nah-rung, Anstrengungen, Jahreszeit. Dieß wird durch Induktionerkannt. Die Tugend ist also eine solche Beschaffenheit, welchehcrvorgebracht wird durch die besten in der Seele stattfindcndcnBewegungen und von welcher die besten Thätigkeiten und Leidender Seele ausgehen, und dieselben Dinge sind es, wodurch dieseTugend, je nach Umständen, hcrvorgebracht und vernichtet wird.Der Gebrauch der Tugend geht auf ebendasselbe, wodurch sic ver-mehrt und zu Grund gerichtet wird, auf das, wozu sic am bestenbefähigt. Ein Beweis dafür, daß sowohl die Tugend wie dieSchlechtigkeit, das Laster, cs mit dem Angenehmen und Unan-genehmen zu thun haben, ist das, daß die Strafen, welche ge-wissermaßen Kuren sind und durch das Entgegengesetzte zu ständekommen, (wie dieß auch sonst der Fall ist) aus jenen beiden Mo-menten beruhen.