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i»a» gewisse sittlich gute Arten von Lust mit dem Lebe» verbin-de» muß, ob dich die eben genannte Lust ist oder ob es viel-mehr andere Arten von Lust sind, von welchen mit gutem Grundmizunehmcn ist, daß sie das Leben des Glücklichen wirklich an-genehm und nicht bloß schmerzlos machen, während die obgcnanntc,rein sinnliche Lust ans andere Weise zu genießen wäre. Dochdiese Fragen müssen wir einer später» Untersuchung Vorbehalten,zunächst wollen wir unsere Aufmerksamkeit der Tugend und Er-kenntnis; zuwenden und fragen, worin das Wesen dieser beidenbesteht und ob sie Elemente des Guten sind, sie selber oder diedurch sie begründeten Handlungen, da sie ja, wenn nicht vonjedermann, doch von sämmtlichcn für solche Fragen zu berücksich-tigenden Menschen mit der Glückseligkeit in Verbindung gebrachtwerden.
Der alte Sokrates nun war der Ansicht, die Erkenntnis; derTugend sei der letzte Zweck, und so stellte er Untersuchungen dar-über an, was die Gerechtigkeit, was die Mannhaftigkeit und wassonst jede einzelne Tugend ist. Es war dieß von ihm ganz con-seguent, hielt er ja doch alle Tugenden für ein Wissen, so daßdas Wissen der Gerechtigkeit und Gerechtsein für ihn zusammen-fiel; wie wir ja auch damit, daß wir die Geometrie und Bau-kunst erlernt haben, Baumeister und Geometer sind. Darumeben forschte er darnach, was Tugend ist, nicht aber wie sie ent-steht und aus was sie entsteht. Allein eine solche Anschauungist wohl berechtigt bei den theoretischen Wissenschaften; bei derAstronomie, der Naturwissenschaft, der Geometrie gibt es nichtsweiteres als Erkenntniß und Betrachtung des Wesens derjenigenGegenstände, welche unter die betreffende Wissenschaft fallen; wo-bei es ganz wohl möglich ist, daß diese Wissenschaften zu manchemNothwendigen von Nutzen sind, aber nur in accidenteller Weise.Dagegen bei den hervorbringenden Wissenschaften ist das Zielverschieden von dem Wissen und der Erkenntniß, wie z. B. dieGesundheit etwas Anderes ist als die Heilkunde, gesetzlicher Zu-stand und dergl. etwas Anderes als die Staatskunst. Es istfreilich ganz gut und schön, wenn man eine Erkenntniß des Gu-ten und Schöne» hat; allein wo es sich um Lugend handelt, ist