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Zehnte« Buch.
Seite lassen. Scheinen doch beide fest zusammengepaart zu sein undgar keine Trennung zu gestatten, da einerseits ohne Tbätigkeit keineLust möglich, und andrerseits die Lust wieder jede Thätigkeit erst voll-kommen macht.
Fünftes Kapitel.
Daher nimmt man denn auch an, daß sie ') der Art nach ver-schieden sind; denn alle die Dinge, die der Form und Art nach ver-schieden sind, erhalten auch ihre Vollendung durch Verschiedenes.Das sehen wir ja auch eben sowohl bei den Naturcrzeugnissen, alsbei den Kunstprodukten, z. B. bei Thieren und Bäumen, wie beiMalerei und Bildwerken, bei Haus und Geräth. Ebenso scheinendenn auch die der Art nach verschiedenen Thätigkeiten erst durchDinge, welche der Art nach verschieden sind, vollendet zu werden.
2. Nun sind aber die Thätigkeiten der denkenden Geisteskraftverschieden von denen der Sinne, und diese wieder unter sich der Artnach verschieden; folglich sind es offenbar auch die Genüsse, welchejenen erst die Vollendung geben. Dies kann man auch daraus er-sehen, daß jede Lust innerlich verwandt ist mit der Thätigkeit, der sieden vollendeten Abschluß gibt. Denn die verwandte Lust wird im-mer auch die Thätigkeit steigern, denn Alle die, welche mit Lustthätig sind, verfahren in allen Einzelheiten genauer und suchen Allesbis aufs äußerste zu erschöpfen; gute Geometriker werden z. B. die,welche Lust an geometrischer Thätigkeit haben, und solche dringen inAlles tiefer ein, und ebenso werden die, welche das Studium derMusik und der Baukunst u. s. f. treiben, in ihrem speziellen StudiumFortschritte machen nach Maßgabe der Lust; die sie daran haben.So steigert also in jedem einzelnen Falle die Lust die Thätigkeit, wasaber die Thätigkeit steigern soll, ist ihr verwandt und eigenthümlich.Sind nun die zu steigernden Dinge der Art nach verschieden, somüssen auch die Dinge, die ihnen verwandt sind, der Art nach ver-schieden sein.
i) Die einzelnen Vergnügen.