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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Zehnte« Buch.

erst in einem später folgenden Zeitmomente ersetzt und wodurch es ,zu seiner eigenartigen Vollständigkeit gebracht werden würde. So , -etwas scheint nun auch die Lust zu sein, denn sie ist ein abgeschloffe- ! snes Ganze, und in keinem Momente kann der Mensch eine Lustempfinden, die durch länger anhaltende Dauer erst ihrer Art nach zueiner vollständigen würde. 2. Darum eben ist sie auch nicht Be- -wegung. Denn jede Bewegung geschieht innerhalb der Zeit und zu ,einem Ziele hin. So z. B. ist die Thätigkeit des Bauens erst dann tvollständig abgeschlossen, wenn sie das fertig gemacht hat, wonach sie !!strebt, d. h. also, sie ist vollständig abgeschlossen entweder in demgesammtcn Zeiträume (den sie dazu braucht), oder in diesem letzten nMomente '). Dagegen in den einzelnen Theilen dieser gesammtcn !Zeit sind die baulichen Thätigkeiten sämmtlich unvollendete, und sind j ^sie in ihrer Erscheinungsform sowohl von der Form des ganzen ^Baues, als auch untereinander verschieden; denn das Zusammen- s ^fügen der behauenen Mauersteine ist etwas Anderes, als die Kanne- ? ilirung der einzelnen Säule, und beide sind wieder etwas Anderes, ^ lals die Herstellung der Tempelcella ^). Und wiederum ist die Her- z istellung der Tempelcella eine vollständig abgeschlossene, denn sie be- s;darf nichts mehr zu dem Zwecke, für den sie da ist; die Herstellung -ides Unterbaues dagegen und des Triglyphen sind unvollständige Lei- ;,stungen; denn sie sind beide nur Herstellungen eines TheilS. Siesind also der Art nach verschieden, und es ist unmöglich, daß in ir- K?gend einem Zeitmomente die Bewegung als der Art nach abge- ^schlossen und vollendet gefaßt werden kann, außer innerhalb des ge- ssammten Zeitumsangs ^).

3. Ganz ebenso verhält es sich auch mit dem Gehen und »ntden übrigen Bewegungen. Denn wenn die Ortsveränderung Bewe- > i

So noch Bekker« Texte. Noch der oo» Michelet vertretenen Lesartwürde der letzte Satz Muten:d. h. also erst innerhalb der gelammten Zeit, idie der Bau von Anfang bis zu Ende erfordert, ist da« Bauen ein vollständig )abgeschlossenes". !

2) De« eigentlichenHauses" der Gottlieit. Wir sehen zugleich, daß Ari- 'stvtele« hier vom Tempelbau spricht. >

D. h. innerhalb der Zeit, welche vom ersten Beginne bi« znr vblligm sVollendung de« Bau'« vergeht. :