Dritter Kapitel.
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Gute, das höher und besser ist, als sie an und für sich betrachtet find,und dies ist es, welches nach dem ihm verwandten Guten strebt und»erlangt.
5. Selbst der Einwurf, den man gegen EuLoxos' Argumen-tation aus dem Entgegengesetzten erhebt, scheint mir nicht eben tref-fend. Derselbe lautet nämlich: daraus, daß der Schmerz ein Uebelist, folgt noch nicht, daß die Lust ein Gutes sei. Denn es könne auchein Gegensatz stattfinden zwischen Uebel und Uebel, und zwischendiesen zwei Uebeln und einem dritten Dinge, das weder ein Gut nochein Uebel ist. Darin haben sie nun freilich nicht ganz Unrecht; alleinfür den vorliegenden Fall ist, was sie sagen, doch nicht richtig. Dennwären beide ein Uebel, so müßten auch beide Gegenstand des Wider-willens und Dinge sein, die man zu vermeiden sucht. Sind dagegenbeide keins von beiden ^), so muß auch keines derselben begehrt odergeflohen werden, oder aber das Eine ganz ebenso wie das Andere.Nun sehen wir aber, daß die Menschen den Schmerz als ein Uebelfliehen, während sie die Lust als ein Gutes begehren. Mithin ist of-fenbar hierin der richtige Gegensatz beider begründet.
Drittes Kapitel.
Ja, auch der Schluß ist nicht richtig '), daß die Lust deßhalbkein Gut sein könne, weil sie nicht zu den Qualitäten gehöre. Dennauch die tugendhaften Handlungen find ja keine Qualitäten, und dieGlückseligkeit ist ebensowenig eine Qualität.
2. Nun sagt man aber: das Gute sei eine Bestimmtheit,die Lust dagegen sei unbestimmt, weil sie ein Mehr und ein WenigerMasse. Wenn aber diese Philosophen ihr Urtheil auf dem aktiven
6, D- h. weder ei» Gut, noch ein Uebel.
>1 Aristoteles geht jeht zu Platon und den Platonikern über.
Die Ppthagvreer.
5) Daß nämlich das Vergnügen (die Lust) darum nicht bestimmbar sei,weil die, welche es genießen, bald in höherem, bald in geringerem Grade Genußempfinden.