IeKntes Zuck.
Erstes Kapitel.
Hiernächst dürfte es passend sein, über die Lust zu handeln,denn sie gilt als vorzugsweise innig verbunden mit unserem Ge-schlechts. Man erzieht daher auch die Kinder auf diese Weise, daßman sie durch die Steuerruder von Lust und Schmerz regiert ').Aber auch für die vollendete Ausbildung des sittlichen Charakterserscheint es von höchster Wichtigkeit, daß der Mensch sich freue andem, woran er sich freuen soll, und Widerwillen empfinde gegen das,wogegen er Widerwillen empfinden soll. Denn diese beiden Empfin-dungen erstrecken ihren Einfluß über das ganze Leben, da sie vongroßer Wichtigkeit sind für Tugend und das glückselige Lebenweil es das Angenehme ist, was der Mensch sucht, und das Schmerz-liche, was er flieht. — 2. Gegenstände von solcher Wichtigkeit aberdürfte man am wenigsten übergangen wissen wollen, zumal da hiersehr widerstreitende Ansichten herrschen. Die Einen nämlich nennen
Die griechischen Schiffe hatte» zwei Steuerruder tTryck«^«), das eineam Hinter-, das andere an, Bordertheile des Schiffes. S. Scheffer, Am«.
2) In diesen Worten ist der Grund ausgesprochen, weßhalb Aristotelesnach den im siebenten Buche augestellten Untersuchungen noch einmal auf die„Lust" zurückkommt, nämlich eben wegen ihres Zusammenhangs mit der Glück-seligkeit.