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Achte« Buch.
Kap.
IH.
Be».
erzeugung wegen zu einander?), sondern auch zur Hülfeleistung fürdie Bedürfnisse des Lebens. Denn unmittelbar nach ihrer Vereini-gung erfolgt alsbald eine Sonderung der Geschäfte, und der Mannübernimmt andere Pflichten und Thätigkeiten, als die Frau. Somithelfen und ergänzen sie sich gegenseitig, indem sie jeder sein Eigen-thümliches aus das Gemeinsame verwenden ^). Daher ist in dieserFreundschaft auch ebensowohl das Nützliche, als das Angenehmeenthalten. Sind die Gatten tüchtige und treffliche Menschen, sokann das Band ihrer Freundschaft auch gar wohl Tugend sein, —denn jedes der beiden Geschlechter hat seine eigene Tugend — undin solchem Falle haben sie jeder ihre Freude an allem, was mitsolcher Tugend des Andern zusammcnhängt. Für ein starkes Bandendlich dürfen die Kinder gelten, — weßhalb denn auch kinderloseEheleute sich schneller scheiden, — denn die Kinder sind ein gemein-sames Gut, und alles Gemeinsame hält die Menschen zusammen.
8. Die Frage endlich:'wie ein Mann mit seiner Frau, undüberhaupt ein Freund mit dem Freunde sich in den Verhältnissendes gemeinsamen Lebens benehmen soll, scheint auf nichts Andereshinauszulaufen, als auf die Frage nach dem hier obwaltenden Rechts-verhältnis Denn dieses ist nicht eines und dasselbe, wenn der An-dere unser Freund, und wenn er ein Fremder, oder wenn er einUmgangszenosse oder ein Schulfreund ist ^).
Dreizehntes Kapitel.
Da es nun, wie oben') gesagt worden, dreierlei Arten vonFreundschaften gibt, und da in jeder derselben Freunde entweder
7) Bgl. Oekonvmik Kap. z u. 4. p. 5. Göttl. Cicero, oon den Pflich-ten I, >7, S4.
o, Beide ihre eigenthümlichen Kräfte auf ein gemeinsame« Ziel richten,oder, wie Aristoteles wörtlich sagt: „in die gemeinsame Kaffe thun".
0, Oben Kap. 9 sagte Aristoteles, da« Berhältniß von Pflichten undRechten sei verschieden, je nach dem Berhältniß der Individuen zu einander.Die« wird im IZ. Kap. weiter entwickelt.
7) Im zweiten Kapitel dieses Buchs.