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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Siebentes Buch.

physischen Wesens bildet. Die Folge dieser Verschiedenartigkeitunserer Elemente ist, daß, während eines derselben irgendwie thätigist, diese Thätigkeit dem andern Elemente zuwider sein kann, wäh-rend, sobald das richtig ausgleichende Verhältniß stattfindet, dieThätigkeit weder unangenehm, noch angenehm dünkt "). Denn wäredie Natur irgend eines Menschen einfach, so würde immer eine unddieselbe Thätigkeit die angenehmste sein. Darum genießt die Gott-heit ewig immer nur ein und ein einfaches Vergnügen. Denn esgibt nicht nur eine Thätigkeit der Bewegung (d. i. der Veränderlich-keit), sondern auch der Unveränderlichkeit, und das Wesen der Lustbesteht vielmehr in der Ruhe, als in der Bewegung. Wenn abernach dem Dichter'")Veränderung das Allersüßeste ist", so istdaran eine gewisse Mangelhaftigkeit und Schlechtigkeit der Menschen-natur schuld; denn wie der leichtveränderliche Mensch der schlechteist, so auch die Natur) welche veränderungsbedürftig ist, denn sie istnicht einfach und nicht wie sie sein soll.

Somit hätten wir denn von Enthaltsamkeit und Unenthalt-samkeit, und von Lust und Schmerz gesagt, was jegliches sei, undwie sie theils gut, thcils böse sind. Es bleibt uns jetzt noch von derFreundschaft zu reden.

D. h. nach der Erklärung des griechischen Paraphrasten:wenn wäh-rend der Beflissenheit für die Tugend der Körper de« Menschen der Seele Felgeleistet, so hat der Körper daran freilich keinen Genuß, weil es nicht fühlbareSensationen sind, aber er ist doch schmerzlos.

ES ist EuripideS gemeint, der in seiner Tragödie Orestes V. 228Pors. sagt:

Veränderung ist vor Allem süß!

Denselben Ansspruch citirt Aristoteles auch in seiner Rhetorik I, Kap. I I.§. 2v.