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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Siebentes Buch.

gierig nach der Lust streben, so erledigen sie sich alle durch eine einzigeBemerkung. Da wir nämlich bereits nachgewiesen haben, daß undwie alle Genüsse theils schlechthin gute, theils nicht gute sind, sofind es eben die Genüsse der letzter» Art, denen die Thicre und dieKinder nachtrachten, wie sie cs find, vor denen der Vernünftige Ruhehaben will: nämlich die von Begierde und Unlust begleiteten sinn-lichen (denn das sind sie) Genüsse, und besonders ihr jedesmaligesUebermaß, das den Unmäßigen eben zum Unmäßigen macht. Ausdiesem Grunde vermeidet der Vernünftige diese Art von Genüssen(aber nicht vermeidet er alle Genüsse überhaupt) 6); denn es gibtauch Genüsse des Mäßigen.

Dreizehntes Kapitel.

Kap. Jedenfalls aber stimmt alle Welt darin überein, daß der

Be». Schmerz ein Uebel und etwas sei, was der Mensch fliehen müsse.Denn theils ist er schlechthin ein Uebel, theils ist er cs, insofern eruns irgendwie behindert. Nun ist aber doch dasjenige, was einem zuFliehenden grade in der Beziehung, in welcher es ein solches und einUebel ist, entgegengesetzt ist, ein Gut. Folglich muß nothwendigdie Lust eine Art von Gut sein. Die Art und Weise nämlich, wieSpeusippos diese Schlußfolgerung zu entkräften pflegte, indem ersagte: der Gegensatz der Lust zum Schmerze sei der, wie das Größeredem Geringeren und dem Gleichen entgegengesetzt sei, ist keine glück-liche; denn er würde sicherlich nicht die Behauptung aufrecht erhaltenmögen, daß die Lust der Art nach unter den Gattungsbegriff desBösen (Ueblen) falle').

als bas höchste gilt, wo man weder von Lust, noch von Schmer; alfizlrt wirdund sich ganz nur dem reinen Denken chingebcn kann.

DaS in ( ) Geschlossene ist ein nokhwendiger Zusatz deS UeberseherS,den freilich die Zuhörer ,,deS großen WorrsparerS" entbehren konnten, abernicht seine deutschen Leser.

lieber SpeusspvoS s. zu meiner Ucbcrsetznng der Rhetorik des Aristot.III, Kap. Ist, §. 7. Das Räsonnement des Speusippos war, wie der griech.Paraphrast bcmerkr, dieS: ,nvie das Mehr und das Weniger im Gegensatz