Neuntes Kaplrei.
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Mensch schlechthin, denn das Beste, das Prinzip des Handelns, bleibtin einem solchen noch aufrecht. Ein anderer freilich ist sein Gegen-satz, d. i. derjenige Mensch, der fest bei der Vorschrift der Vernunftbeharrt und sich durch die Leidenschaft nicht außer sich bringen läßt.— Man sieht also hieraus, daß diese letztere Disposition die tugend-hafte, jene erste die schlechte ist.
Neuntes Kapitel.
Wir kommen jetzt zur Beantwortung der früher') aufgeworfe-nen Fragen: ob nämlich der Sichselbstbeherrschende^) der ist, derbei jedem beliebigen, einmal gefaßten Vorsatze, oder nur der, welcherbei dem Richtigen fest verharrt? und ferner: ob der Sclbstbeherr-schungslose der ist, der jedem beliebigen Vorsatze und jeder beliebigenVcrnunftüberzeugung nicht treu bleibt, oder ob der eine Ausnahmebildet, der bei einem falschen Urtheil und bei einem nicht richtigenVorsatze nicht verharrt? Oder ist es vielleicht richtiger zu sagen:zufälliger- und erfahrungsmäßiger Weise kann es geschehen sein, daßder Eine bei jedem beliebigen Vorsatze, der Andere bei keinem ver-harrt, an und für sich dagegen ist der Sichselbstbeherrschende der,der bei der richtigen Vernunft und bei dem richtigen Vorsatzeverharrt, der Selbstbehcrrschungslose hingegen der, der dabei nichtverharrt. Die Sache ist nämlich die: wenn Jemand dieses Be-stimmte aus dem und dem bestimmten Grunde sich vorsetzt oder ver-folgt, so setzt er sich dies ^) vor und verfolgt es an und für sich,jenes erste« aber nur per geoiäen8. Das „an und für sich" aberist das, was wir „absolut" nennen. Daraus folgt: cs ist möglich,daß der Eine bei jedem beliebigen Vorsatze verharrt, der Andere jedenbeliebigen Vorsatz aufgibt; absolut genommen aber ist der festeCharakter (der Sichselbstbeherrschende) nur der, der bei dem richtigenVorsatze verharrt.
Kap.
10 .
Bett.
'> S. Kap. 2, tz. 7.
-> Der Gharakrerstarke.
D. h. Pen Jnbalt pes bestimmten Grundes, das rkt« rockt.