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außer sich selbst hervorbrächte. — 5. Zweitens aber bringen sicwirklich etwas hervor, wenn auch nicht in der Weise, wie z. B. Heil-kunst Gesundheit, wohl aber, wie die Gesundheit, so bringt auch dieWeisheit Glückseligkeit hervor; denn indem sie ein Theil der ge-summten Tugend ist, so macht sie ihren Besitzer durch ihren Besitzund durch dessen Bethätigung glücklich. — 6. Ferner: die Aufgabe,welche der Mensch zu leisten hat, wird erfüllt nach Maßgabe der ihminnewohnenden Klugheit und ethischen Tugend; denn die Tugendeinerseits bewirkt, daß der Mensch sich das richtige Ziel setzt, unddie Klugheit gibt ihm die dazu führenden Mittel an die Hand. Dervierte organische Theil der Seele dagegen, der vegetative §), bcsiktkeine Tugend dieser Art, denn unser Thun oder Lassen hängt inkeiner Art von ihm ab.
7. Was nun aber die Behauptung betrifft, daß der Menschdurch die Klugheit um nichts gefördert werde in der Fertigkeit derpraktischen Ausübung gerechter und schöner Handlungen, so müssenwir zu seiner Beleuchtung etwas weiter ausholen und so beginnen.Nämlich: grade so, wie wir sagen, daß gewisse Menschen' darum,weil sie gerechte Handlungen thun, noch nicht Gerechte sind, — wiewir z. B. die, welche die Vorschriften der Gesetze, sei es unfreiwillig,sei es unwissentlich, oder sonst aus einem andern Grunde und nichtum ihres Inhalts selbst willen erfüllen, darum noch nicht Gerechtenennen, obschon sie das thun, was sic zu thun schuldig sind undwas ein tugendhafter Mann thun muß, — grade so, sollt' ich denken,muß es geschehen können, daß ein Mensch gemäß seiner so und sobeschaffenen Natur alles und jedes thut, was er thut, so daß er inFolge dessen ein Tugendhafter ist; genauer gesagt: sein Thun mußmit Absicht und um dessen selbst willen, was er thut, geschehen.
8. Was nun die Absicht betrifft, so ist es die Tugend, welchedieselbe zur richtigen macht; was aber alles dasjenige betrifft, waszur Vollziehung derselben gethan werden muß, so wird dazu nichtmehr bloß Tugend, sondern eine andere Kraft erfordert. Hierübermüssen wir uns gründlicher und deutlicher erklären.
") Bgl. Biese I, S. 348 und INI,. «i°. I, 7, >2; I, 13, 14.