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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Zwölftes Kapitel.

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eine Wahrnehmung haben, und das ist eben der prinzipielle Verstand(,-oüx). 5. Darum scheinen auch alle durch jene Bezeichnungenangedeuteten Qualitäten Naturgaben zu sein, und darum sagt manauch nicht, daß Einer von Naturweise" (gelehrt, <roy)v§) sei, wohlaber, daß er von Natur Einsicht und Verständniß und Verstand habe. 6. Beweis dafür ist, daß man allgemein annimmt, daß dieseFähigkeiten sich nach den verschiedenen Lebensaltern richten, unddaß man sagt: dies bestimmte Alter hat Verstand und Einsicht,wobei der Gedanke zum Grunde liegt, daß die Natur die Ursachedavon sei.

Darum ist denn auch der Prinzipienverstand (noü^) Anfangund Ende 2). Denn aus ihnen (den Prinzipien) gehen hervor undüber sie handeln alle Demonstrationen.

Hieraus folgt, daß wir auf die apodiktischen Aussprüche undMeinungen der Erfahrenen, der älteren oder praktisch klugen Per-sonen nicht weniger achten müssen, als auf die Demonstrationen;denn sie haben ein durch die Erfahrung geschärftes Auge und darumsehen sie richtig.

7. Und somit wäre denn gesagt, was die praktische Klugheitund die Weisheit ist, womit es jede von beiden zu thun hat, unddaß jede von ihnen beiden Tugend eines anderen Theils der Seeleist 3).

Zwölftes Kapitel.

Jetzt kann man noch die Frage aufwerfen: wozu sind sie') Kap.nütze ? Denn was die Weisheit betrifft, so beschäftigt diese sich mit-gAnichts von dem, woraus das Glück des Menschen besteht, weil sieüberhaupt es nicht mit irgend welchem Hervorbringen zu thun hat.

2» D. h. er begreif! die beide» Extreme unserer Erkenntlich, das Ersteund Letzte derselben, in sich; denn er geht sdwohl ans die Prinzipienaus welchen alle Demonstrativncn hergeleiter werden, als aus dieEndzwecke, um derentwillen alle Demonstrationen geführt werden. Garve.äz Bgl. Kap. I dieses Buchs und Kap. 7.

Weisheit und Vernunft.