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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Sechstes uns siebentes Kapitel.

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Sechstes Kapitel.

Da nun die Wissenschaft geistige Ausfassungsweise ') auf dem Kap.Gebiete des Allgemeinen und des mit Nothwendigkeit Seienden ist, ,gAk.und da ferner das Beweisbare und überhaupt alle Wissenschaft ihrePrinzipien haben denn zur Wissenschaft gehört, daß sie bewiesenfei so kann es über das Prinzip des Wißbaren weder eine Wis-senschaft, noch eine Kunst, noch eine Praktische Klugheit geben. Dennwas die Wissenschaft betrifft, so verlangt alles Wißbare Beweis, undwas Kunst und Klugheit betrifft, so haben sie es nur mit solchenDingen zu thun, die anders sein können. Ebensowenig gehörtnatürlich die Kenntniß der Prinzipien zur Weisheit, denn um einWeiser zu sein, muß man im Stande sein, manche Dinge beweisenzu können.

2. Wenn nun bekanntlich die Mittel, wodurch wir das Wahretreffen und uns niemals irren über das, was nothwendig undzufällig ist, Wissenschaft, praktische Klugheit, Weisheit und Ver-nunft sind, und wenn die Kenntniß der Prinzipien zu keinem derdrei ersten ich meine praktische Klugheit, Wissenschaft, Weis-heit gehört, so bleibt nur übrig, daß die Vernunft es mit denPrinzipien zu thut hat ^).

Siebentes Kapitel.

Was die Weisheit betrifft, so schreiben wir sie in den Künstendenjenigen zu, welche die schärfste und tiefste Einsicht in ihre Kunstbesitzen und die vollkommensten Leistungen in derselben Hervorbringen;

>) D. h. S. Biese I, S. 2ll 212 .

"iGewisse erste Grundsätze, NUS denen sie hergeleitet werden". Garvc.Vgl. Arist. -rnnlvt. post. II. Kap. 19. und Biese I, S- 231 232.Die selbsttätige Vernunft ist Prinzip des Prinzips la^ij rHx

Biese 1, 333.

Aristoteles' Ethik.

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