Fünftes Buch. Fünftes Kapitel.!
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Menschen. Es muß also hier wieder eine Proportion beobachtetwerden, nämlich wie sich der Baumeister soder der Feldbauers zumSchuster verhält, so viel Paar Schuhe stehen im richtigen Verhält-nisse zu einem Hause oder zu dem Werte der Beköstigung einesMenschen. Denn wäre es nicht möglich, so würde auch kein Tausch-verkehr und mithin auch überhaupt keine Verkehrsgemeinschastmöglich sein. — 11. Es wird dies aber nicht möglich sein, wennjene Dinge nicht in irgend welcher Weise gleich wären. Folglichist es eine Notwendigkeit, daß es, wie schon gesagt, ein Ding gibt,wodurch alle anderen Dinge gemessen werden. Dies ist aber imwahren und eigentlichen Sinne das Bedürfnis, das alles zu-sammenhält. Denn wenn die Menschen nichts nötig hätten odernicht gleichmäßig Bedürfnisse hätten, so würde entweder überhauptkein Austauschverkehr oder doch kein gegenseitiger stattfinden. Soaber ist als Rempla^ant des Bedürfnisses das Geld eingetretennach allgemeiner Übereinkunft, und darum führt es auch denNamen „Geld" (Uo'misinn), weil es seine Geltung und seinenWert nicht von der Natur, sondern durch das geltende Gesetz(Uo'mos) hat, und weil es in unserer Macht steht, dasselbe zuverändern und unbrauchbar zu machen.
12. Sonach wird nun also das Verhältnis der Wiedervergel-tung stattfinden, wenn die Ausgleichung eingetreten ist, sodaß, wiesich der Feldbauer zum Schuster, so das Werk des Schusters zudem Erzeugnis des Feldbauers verhält. Sobald diese beiden ihreArbeit untereinander auszutauschen haben, muß man sie indieFormeiner Proportion bringen; geschieht dies nicht, so wird beiderleiÜbergewicht auf einer Seite sein?" Vielmehr nur dann, wenn sieerhalten, was ihnen zukommt, nur dann werden sie Gleiche undmiteinander gemeinsam Verkehrende sein, weil die Möglichkeitvorhanden ist, diese Gleichheit zwischen ihnen herzustellen." Istder Feldbauer ^ und die Beköstigung 0, so ist der Schuster L und
10. D. h. der eine wird mehr (zu viel) geben und weniger (zuwenig) erhalten, der andere wird weniger izn wenig) geben und zu vielerhalten: daß die erste Verneinung (vü) in Bekkers Texte zu tilgen ist,bedarf keines Beweises.
11. Nämlich durch das Geld.