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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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136
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136 Aristoteles, Nikomachische Ethik.

Feinden, Übles zu sagen, es wäre denn, daß ihn ihr Übermut

Herausforderin^

32. Am allerwenigsten hat er die Neigung, über Lebensnot-wendigkeiten^ oder sonst über Kleinigkeiten zu jammern und umAbhilfe zu bitten, denn das schickt sich nur für einen Menschen,der um solche Dinge eifrig bekümmert ist. 33. Er ist ferner einMann, der, was den Besitz betrifft, mehr auf das Schöne, auchwenn es keinen Ertrag bringt, Wert legt, als auf das, was Ertragund Vorteil bringt; denn eine solche Denkweise bezeichnet denSelbstgenügsamen. ^

34. Selbst im Äußern nimmt man allgemein an, daß derGang des Großgesinnten langsam, seine Stimme tief und gewichtigund seine Sprechweise gehalten sei. Denn ein Mensch, dem wenigeswichtig ist, ist nicht zur Eile geneigt, und der nichts für groß an-sieht, strengt sich nicht mit der Stimme an. Alles laute und scharfeSprechen und alles schnelle Wesen hat darin^ seinen Grund.

Ein solcher also ist der Großgesinnte.

35. Derjenige hingegen, welcher in der Schätzung seiner selbstB-n. zu wenig thut, ist ein Kleingesinnter, der, welcher zuviel thut,

ein Aufgeblasener.fBöse im eigentlichen Sinne sind allerdingsauch diese beiden nichts weil sie nicht darauf ausgehen, anderenÜbles zu thun; aber ihre Eigenschaften sind jedenfalls fehlerhafte.Denn der Kleingesinnte, der doch dabei etwas wert ist, beraubt

21. Es kann auch heißen:es wäre denn, um sie zu demütigen!"So erklärt Aspasios.

22. Man denke an die endlosen Gespräche und Klagen unserer Frauen(und altweiberhaften Männer) über hohe Butter- und Fleischpreise, Dienst-botenungeschicklichkeit u. dergl., die selbst einem, der noch lange keinAristotelischerGroßsinniger" ist, das Dasein in Gesellschaften oft zurHölle machen. Das von Aristoteles gewählte Wortjammern" ist sehrbezeichnend.

23/Der sich selbst genügt, der nichts nötig hat, um anständig zuleben, als was er besitzt.

24. Nämlich in^dem Gegenteil solcher Anschauungsweise, d. h. hatdarin seinen Grund, daß einer auf sehr viele Dinge Wert legt, alles wichtignimmt und . eifrig dahinter her ist.

28. Dasauch" bezieht sich auf das Kap. II, § 22 dieses Buches Gesagte.