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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Aristoteles, Nikomachische Ethik.

ziemend. Folglich müssen auch die Werke ? ebensolcher Art sein.Denn nur, wenn dies der Fall ist, darf der Aufwand ein großerund ein dem Werke geziemender heißen. Also: das Werk mußdes Aufwandes würdig sein und der Aufwand des Werkes oderes noch übertreffen.

79. Der Beweggrund aber, aus welchem der wahrhaftGroßprächtige solchen Aufwand macht, wird das Schöne sein; denndies haben alle Tugenden gemein. Und noch eins: er muß, waser thut, mit Vergnügen und ohne alles und jedes Bedenken ^ thun denn jede kleinliche Bedenklichkeit ist das Gegenteil der Mega-loprepie, und er muß weit mehr sein Augenmerk darauf richten,wie das, was er leisten will, am schönsten und schicklichsten herge-richtet wird, als wie viel es kostet und wie es am wohlfeilsten zustände gebracht werden könne.

10. Notwendig muß also der Großprächtige auch liberal sein,denn auch der Liberale wird aufwenden, was er muß und wie ermuß. Allein dasGroße" desGroßprächtigen" besteht gerade indiesem Was und Wie, es ist so zu sagen eine Großheit der Libera-lität, die es doch übrigens mit denselben Dingen zu thun hat, undebendeshalb wird er mit demselben Aufwande sein Werk groß-artiger Herstellen; denn der Wert^ eines geleisteten Werks ist nichtderselbe, als der Wert desselben als Besitzstück betrachtet (inGelde ausgedrückt). Ein Besitzstttck, z. B. Gold, wird am höchstengeschätzt, wenn es den größten Geldwert hat, ein Werk aber nurnach seiner Großartigkeit und Schönheit. Denn das Anschaueneines solchen erregt Bewunderung, und das Großprächtige charak-terisiert sich eben dadurch, daß es Bewunderung hervorruft. Undso besteht der Wert des Werks, dieMegaloprepie" desselben, inder Großartigkeit.

11. Unter den Gegenständen, für welche solcher Aufwand ge-B-n. macht wird, gibt es eine Klasse, welche wir Ehrengaben benennen;

7. Das, was er mit seinem großen Aufwande leistet, hervorbringt:ein Festzug, ein Tempel, ein Kunstwerk, Denkmal u. dergl.

8. So, als ob es nichts wäre (irpocrixL?), ohne Reflexion, ob sichetwas sparen ließe.

9. Aristoteles sagt:die Tugend" (äxwrß). ,