Viertes Buch. Zweites Kapitel.
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Person, welche den Aufwand macht, und zu dem Gegenstände, fürwelche, und zu den Mitteln, mit welchen er gemacht wird. — 3. Werin kleinen oder doch nur in mäßigen Dingen in der richtigen Weiseetwas aufwendet, heißt nicht ein „Megalo'prepes", — so wenig, wiez. B. Ody'sseus darum ein solcher ist, weil er von sich sagen kann
— — — und oft Hab' ich Bettlern gegeben...^
— sondern nur der hat auf diese Bezeichnung Anspruch, der ingroßen Dingen so handelt. Denn der „Megaloprepes"^ ist zwarimmer auch ein Freigebiger (Liberaler), der Freigebige dagegenist darum noch keineswegs ein „Großprächtiger".
4. Im Bereiche dieser habituellen Charaktereigenschaft wirdnun diejenige Ausartung derselben, die in solchem Aufwands zuwenig thut, „Mikroprepi'e" genannt, die dagegen, welche zu vieldarin thut, führt die Namen Banausie und Geschmacklosigkeitund wie die Bezeichnungen dieses Fehlers weiter heißen, die nichtsowohl ein Excedieren in der Größe des Aufwandes bei Dingen,für die ein großer Aufwand sich gebührt, ausdrücken, sondern nurein Großprahlen und Großthun bei Dingen, w o es sich nicht ge-bührt und in einer Weise, wie es sich nicht gebührt. Doch davonwerden wir später reden.
5. Der wahre „Großprächtige" aber ist immer zugleich einMann, der da weih, was sich schickt, denn et weiß zu beurteilen,was geziemend ist, und versteht es, großen Aufwand auf geschmack-volle Weise zu machen. -- 6. Wie ich nämlich im Anfänge gesagthabe6, wird jede habituelle Eigenschaft bestimmt durch die ver-schiedenen Ausübungen derselben und durch die Gegenstände, mitdenen sie es zu thun hat. Nun sind aber die Aufwandausgaben,die der „Großprächtige" macht, groß und ihm und der Sache ge-
ll. Odyssee' XVII, 420 sagt dies der in Bettlergestalt verhüllteOdysseus zum Anti'noos, den er anspricht.
4. Wir könnten etwa sagen „der Großprächtige".
5. Etwa Ungebildetheit, Roheit.
6. S. I, Kap. 10. § 13; II, Kap. I, §§ 7-8.