Drittes Buch. Achtes Kapitel.
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der Schlacht auf dem He'rmesfelde geschaht; denn die Bürgerhalten es für schimpflich zu fliehen, und der Tod scheint ihneneiner solchen Rettung vorzuziehen, die gedienten Hilfssoldaten da-gegen pflegen von vom herein immer nur sich in die Kampfgefahreinzulassen, weil und wenn sie sich für die stärkeren halten, sobaldsie aber merken, daß dies nicht der Fall ist, fliehen sie, weil sieden Tod mehr fürchten, als die Schande. Solch einer aber ist derTapfere nicht.
10. Auch den Zorn rechnet man gewöhnlich zur Tapferkeit;denn als tapfer gelten auch die, welche im Zorne, wie die wildenTiere auf die Jäger, welche sie verwundet haben, gegen etwas los-stürzen, und weil ja auch die Tapfern zornmütig sind. Der Zornist nämlich vorzugsweise darauflosgeherisch in Gefahren, daherauch bei Homer die Ausdrücke:
und:
und:
und:
-und legt ihm Kraft in den Zornmut!
-und regte ihm Kraft und Zorn auf.
-durchzuckt ihm Schnauben die Nüstern —
-es kochte sein Blut auf.^
Ausdrücke, welche sämtlich die Erweckung und das Hervorbrechendes Zorns zu bezeichnen scheinen.
11. Die Sache ist nun aber die, daß die Tapfern des Schönen(der Ehre) wegen handeln und der Zorn nur dabei ihr Helfer ist,während die Tiere nur aus Schmerzgefühl tapfer sind, nämlich weilund wenn sie verwundet worden sind oder es zu werden fürchten,denn so lange sie in ihrem Wald- oder Sumpfverstecke sind, fallensie den Jäger nicht an. Sie sind also auch nicht tapfer, wenn undweil sie unter dem Einflüsse von Schmerzgefühl und Zorn gegen
9. Vgl.Home'r, Ilias XVI, 529; V, 510; Odyssee'XXIV, 318. Dasmletzt angeführte Beispiel steht nicht mehr in unserm Homer, wohl aberindet sich der Ausdruck bei Theokri't, Jdy'llen XIX, 5.
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